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Seevölkerinseln Nördliche Seevölkerinseln Sommerweiden Eislandbucht Erlmoorland Erlwasser Windlandsteppen Obsidiankap Wisperwälder Grimbergküste Grimwälder Phoenixküste Regeninseln Nordnornküste Nornbergküste Ostwindlinge Donnersteppen Grimwasser Phoenixwasser Donnerhallberge Weststromland Gefrorenes Land Donnerküste Polare Eisdecke und Packeis Die Landschaft ist reich an steinigem Hügelland und großem Fels, der aus der Erde bricht und jeden Donnerschlag laut erhallen lässt. Eher schwach bewaldet sind es zunächst lose Baumgruppen, die gigantische Ausmaße annehmen. Oft kommen schwere Nebel von den Bergen, die von großen Stürmen abgelöst werden, bis die Sonne wieder durch die dunkle Wolkendecke bricht.

Frühjahr
Durch das immer länger scheinende Licht der Sonne erwachen die Waldgottheiten aus ihrem Schlaf und lassen die Pflanzen neu erblühen. Die ersten Tierherden wandern wieder nach Norden, wo das Nahrungsangebot nun reichhaltiger ist.
Sommer
Durch Schmelzen von Schnee und Eis führen vor allem der große Gletscherfluss, aber auch andere Gewässer starke Strömungen und höhere Wasserpegel. Zusammen mit auftauenden Böden führt dies zu weitreichenden Versumpfungen und Überschwemmungen, die auch noch viele Ortschaften weit fern der Flussufer treffen. Die großen Tierherden sind alle in den Norden zurückgekehrt.
Sommersonnenwende
In der Sonnenwendnacht, der kürzesten des Jahres, können Geister auch von Sterblichen erblickt werden. An manchen Stellen zeigen sich zu dieser heiligen Zeit auch Orte der Geisterwelt.
Herbst
Während die Gewässer zurücktreten, erblühen und reifen viele Kräuter und Früchte. Die ersten Tierherden wandern zu dieser Zeit nach Süden. Die großen Hirsche tragen zu dieser Zeit mächtige Geweihe und streiten um das Vorrecht eine Herde zu führen.
Winter
Während die Pässe in den Hochgebirgen zunehmend unbegehbar werden, legen sich die Waldgottheiten und Waldgeister schlafen, wodurch auch die Pflanzen in den Schlaf fallen. Die großen Tierherden sind alle im Süden angekommen und die großen Hirsche werfen ihr Geweih ab.
Wintersonnenwende
Zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres, tobt in den hohen Bergen die wilde Jagd der Jagdgottheiten. In dieser Nacht werden Opfergaben dargebracht, um sie zu besänftigen.

Polare Steppen und Sommerweiden

Die schwach bewaldeten Eislande, die südlichen Mondbergtäler und Windlande, in welchen auch im Sommer noch Schnee liegt, sind in der Sommerzeit reich an Gräsern, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Farnen, Flechten und Blumen. Im Winter ist die kleinwüchsige Vegetation jedoch tief eingeschneit, sodass ein großer Teil der dort heimischen Fauna gefolgt von großen Raubtieren in den Süden wandert, um zum Sommer wieder die Wanderung nach Norden anzutreten.
2 m
3 t

Wollnashorn

Wollnashörner sind Pflanzenfresser, die hoch im Norden leben und sich von den Gräsern und Sträuchern der Steppen ernähren. Sie besitzen kein gutes Sehvermögen und sind so leicht aufzuschrecken, worauf sie stets in den Angriff übergehen. Unter ihrem braunen Fell verbringen sie auch die Winterzeit im hohen Norden und leben für eine Weile von ihren Fettreserven.



1,7 m
1 t

Düsterbär

Aufgerichtet 3,4 m hoch sind Kurznasenbären die größten aller Raubtiere und halten keinen Winterschlaf. Aufgrund der langen Gliedmaßen sind sie zudem ein schneller Läufer, der Rinder, Hirsche und Wildpferde erlegt, auch größere Tiere attackiert und selbst anderen Raubtieren ihre Beute erfolgreich streitig macht.



1,7 m
700 kg

Buschochse

Buschochsen leben in den Tiefebenen und Flusstälern und ernähren sie sich von Sträuchern, Birken, Weiden, Kräutern, Flechten und Moosen.



1,5 m
350 kg

Höhlenlöwe

Höhlenlöwen sind die größten Raubkatzen. Sie sind zumeist Einzelgänger und jagen in den Steppen Hirsche, Rentier, Pferde oder Humanoide. Doch vor allem ihr Gebrüll, mit welchem sie ihre Territorien abstecken, wird weit über die Lande vernommen. Höhlenlöwen leben vor allem nahe den hohen Gebirgszügen im Norden.



1 m
100 kg

Hyäne

Hyänen leben in Höhlen und Bauten, in denen sie auch ihren Nachwuchs aufziehen.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.



Nordwälder

Tief in den gewaltigen Wäldern wachsen die Bäume hoch und sind Jahrtausende alt. Es sind unheimliche Orte, die kaum Tageslicht zulassen und nach nur wenigen Minuten die Orientierung rauben. Neben den zahlreichen Nadelbäumen haben es auch einige Laubbaumarten wie die Birke, Erle und Weide geschafft in unwirtlichen Gegenden zu überdauern.
3,4 m
6 t

Mastodon

Mastodonten sind kleiner als Mammuts, jedoch etwas länger als ihre Verwandten. Ihre Stoßzähne sind flacher nach oben gebogen. Sie leben in Wäldern westlich des großen Stroms und ernähren sich von Laub und Zweigen, wodurch sie zum Jahreszeitenwechsel nicht auf lange Wanderschaften angewiesen sind.



2 m
1 t

Auerochse

Auerochsen sind eher in Wäldern beheimatet und speisen dort vom Laub und den Sträuchern. Rinder sind ungemein ausdauernd und wehrhaft.



1,7 m
1 t

Höhlenbär

Höhlenbären sind Einzelgänger und aufgerichtet bis zu 3,4 m hoch. In Laubwäldern beheimatet ist hält der Höhlenbär Winterschlaf und ernährt sich vorwiegend von Pflanzen. Ein einziger Tatzenschlag oder Biss erweist sich für Humanoide als tödlich.



2,3 m
800 kg

Elch

Mit ihren langen Beinen vermögen die einzelgängerischen Elche Wölfen und Bären durchs Unterholz zu entkommen. Ihr kräftiger Rumpf speichert im Sommer angefressenen Fettvorrat, um den langen Winter zu kompensieren. Im Winter finden sie sich in lose Gruppen zusammen. Die Huftritte von Elchen sind tödlich und kaum abzuwehren.



1,7 m
500 kg

Düsterkeiler

Düsterkeiler sind gewaltige Wildschweine mit vier Hauern. Die Weibchen und ihr Nachwuchs leben meist in den Wäldern in Rotten beisammen und verlassen diese auch im Winter nicht, während welcher sie sich besonders gegen ebenfalls im Norden verbliebene Wölfe, Löwen und Bären wehren müssen. Keiler hingegen werden zunehmend zu Einzelgängern.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.


Steppenwanderer

Die großen Steppen der Weststromlande und Nordlandtundra werden vor allem von grasenden Zugtieren durchquert, die zum Frühjahr und Herbst in großen Herden und Stampeden wandern. Die hier gelisteten Tiere befinden sich im Sommer in den nördlichen Ebenen, und im Winter wiederum in den südlichen Ebenen. Trotz hohen Hügeln und Fels, Flussland, Tümpeln und Sümpfen kann man meist weit über das Land blicken und in weiter Ferne die Züge hoher Berge ausmachen. Mit nur wenigen kleineren Baumgruppen ist die Flora reich an Gräsern, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Farnen, Flechten und Blumen.

3,8 m
6 t

Mammut

Einer Leitkuh folgend bilden Mammutkühe mit den Jungtieren Herden, die jedoch auseinandergehen, wenn die Nahrung knapp wird. Zum Winter gewachsenes Fell verlieren sie im Sommer wieder. Nach 60 bis 70 Jahren sind Mammutzähne derart abgenutzt, dass sie in sumpfigeren Gebieten nach weicher Nahrung suchen, dort verenden und Mammutfriedhöfe begründen.



2 m
1 t

Bison

Bisons und Wisents ernähren sich von den Gräsern der Steppen und wandern zum Winter in den Süden, um zum Sommer hin wieder in den Norden zurückzukehren. Rinder sind ungemein ausdauernd und wehrhaft.



2,1 m
600 kg

Riesenhirsch

Geweihe männlicher Riesenhirsche spannen bis zu 4 m, wiegen bis zu 50 kg und werden mit dem Ende der Brunft zu Winteranbruch abgeworfen. Hirsche leben in von einem Männchen geführten Herden in den Steppen. Gehörnte Hirsche meiden die Wälder aufgrund der Gefahr sich mit dem Geweih darin zu verfangen.



1,2 m
300 kg

Säbelzahn

Die meisten Säbelzahnkatzen jagen in von einem Männchen geführten Rudeln. In Pirsch- und Treibjagd sind Rinder oder Jungtiere von Wollnashörnern, Mammuts und Mastodonten übliche Beute. Aufgrund der Säbelzähne ist es ihnen nicht möglich Beute vollständig zu verzehren, sodass sie stets Aas für andere Raubtiere lassen.



1,4 m
270 kg

Gnu

Gnus leben in großen Herden im offenen Grasland.



1,4 m
200 kg

Rentier

Rentiere sind Herdentiere, die sich von den Gräsern der Steppen ernähren und mit den großen Herden wandern. Sie sind dunkelgrau gefärbt, tragen eine hellgraue Mähne und ganzjährig sowie geschlechtsunabhängig ein Geweih.



1,4 m
200 kg

Pferd

Wildpferde sind Herdentiere, die sich von den Gräsern der Steppen ernähren und mit den großen Herden wandern. Sie tragen eine gelbrötliche Fellfärbung mit hellen Flanken und eine aufrecht stehende Mähne.



1 m
80 kg

Düsterwolf

Düsterwölfe sind große und kräftig gebaute Wölfe mit kurzen Beinen. Sie leben in Rudeln von bis zu 30 Tieren, die von einem Rüden geführt werden und sind selbst gegenüber Artgenossen aggressiv. Zu den großen Wanderungen folgen sie den Herden, unter welchen vor allem Rinder erlegt werden.



Südland

Auch in den gewaltigen Wäldern im Süden wachsen die Bäume hoch und sind Jahrtausende alt. Und auch dies sind unheimliche Orte, die kaum Tageslicht zulassen und nach nur wenigen Minuten die Orientierung rauben, während zugleich die Vegetation am Boden jedes Vorankommen erschwert.

In den weiten Graslanden befinden sich zur Winterzeit die großen Herden des Nordens. Aber auch im Sommer ist hier eine reichhaltige Tierwelt anzutreffen.
4 m
12 t

Südelefant

Hauerelefantenbullen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 4 m und ein Gewicht von bis zu 12 t, während Kühe bis zu 3 m hoch werden und 6 t erreichen. Sie leben in den Wäldern des Südens



6 m
6 t

Faultier

Riesenfaultiere bewegen sich überwiegend vierfüßig fort, können sich jedoch auch auf die Hinterbeine aufrichten, um im Geäst von Bäumen Nahrung zu suchen. Nachtaktiv leben sie in den sumpfigen Wäldern des Südens, wo sie sich von Pflanzen und Tieren ernähren und auch manchen erfahrenen Jäger töten.



1,5 m
1,5 t

Pfeilzahn

Die Augen und Nüstern der Pfeilzähne liegen hoch am Kopf, sodass sie halb-aquatisch leben können. Sie verbringen den Großteil des Tages im Wasser und gehen in der Nacht für die Nahrungssuche an Land.




7 m lang
1 t

Waran

Als Lauerjäger fallen Warane ihre Beute aus dem Hinterhalt an und ernähren sich auch von Aas. Von ihnen gebissene Beutetiere sterben nach kurzer Zeit am Gift und können schließlich von den Waranen gewittert und gefunden werden.



1,8 m
1 t

Langhals

Langhälse mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,8 m leben in den Savannen und Feuchtgebieten des Südens und ernähren sich von Laub wie auch Gras.



3 m
400 kg

Waldbestie

Rindergiraffen gelten als große und robuste Verwandte von Antilopenartigen Huftieren, die ebenfalls im Süden beheimatet sind.



1,1 m
350 kg

Wildschwein

Wildschweine leben meist in den Wäldern in Rotten beisammen und verlassen diese auch im Winter nicht, während welcher sie sich besonders gegen ebenfalls im Norden verbliebene Grauwölfe, Höhlenlöwen und Kurznasenbären erwehren müssen.



6 m lang
1 t

Krokodil

Krokodile erreichen meist 5 m und 250 kg, wachsen jedoch ihr gesamtes Leben lang und können so größer werden. Sie springen aus dem Wasser und ertränken ihre Beute oder drehen sich um ihre eigene Achse, um sie von den Beinen zu reißen, tauchen eine Stunde und kommen ein Jahr ohne Nahrung aus. Im Süßwasser beheimatet überqueren sie auch die Meere.



1,1 m
260 kg

Tiger

Tiger sind nachtaktiv und verbergen sich zur Pirsch in dichtem Pflanzenwuchs am Boden.



1,2 m
230 kg

Löwe

Löwen leben in ihren Rudeln in den offenen Steppen des Südens von der West- bis zur Ostküste.



0,6 m
210 kg

Jaguar

Jaguare leben in den Wäldern. Sie können hervorragend klettern und Töten ihre Beute mit einem Sprung.



2,5 m
200 kg

Riesenbiber

Riesenbiber erreichen Längen von über 2,5 Metern und leben großteils im Wasser, wo sie auch ihre Heime bauen.



1,9 m
770 kg

Hirsch

Schulterhöhen von Hirschen variieren je nach Art zwischen 30 und 190 cm, im Gewicht zwischen 6 und 770 kg. Die meisten leben in Gruppen beisammen.




1 m
150 kg

Schaf / Ziege

Ziegen erreichen eine Schulterhöhe von 1 m und ein Gewicht von 150 kg.

Mufflon-Schafe erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm und ein Gewicht von 50 kg.



1 m
100 kg

Hyäne

Hyänen leben in Höhlen und Bauten, in denen sie auch ihren Nachwuchs aufziehen.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.



0,7 m
70 kg

Gazelle

Saigas erreichen eine Schulterhöhe von 70 cm und ein Gewicht von 70 kg, Gazellen erreichen eine Schulterhöhe von 80 cm und ein Gewicht von 40 kg. Sie leben in flachen, weiten Steppen in Herden von bis zu 40 Tieren beisammen, bilden zu den Jahreswanderungen aber auch Wanderherden mit Tausenden Tieren.



3 m
20 kg

Rock

Riesenadler können bis zu 20 kg wiegen und haben eine Spannweite von 3 m. Manchmal verschleppen sie auch Humanoide als Beute.



Binnenfisch

6 m
2 t

Wanderfisch

Die großen Wanderfische, der Stör, Lachs und die Forelle, leben im Meer, schwimmen zum Laichen jedoch die Flüsse hinauf. Der Stör ist im Frühjahr, Lachse und Forellen im Winter auch im Inland anzutreffen. Störe werden 6 m lang, 2 t schwer und 100 Jahre alt, Lachse 1,5 m lang und 20 kg schwer und Forellen 1,4 m lang und 50 kg schwer.



3 m
100 kg

Standfisch

Die großen Standfische, der Wels und der Hecht, leben in Ufernähe am Gewässerboden. Welse werden 3 bis 4 m lang und 40 bis 150 kg schwer, wobei kürzere mehr Masse aufweisen. Bei Bedrohung wehren sie sich mit kräftigen Bissen. Hechte werden 1,5 m lang und 20 kg schwer und sind als bissige Raubfische bekannt, die ein kurzes, gewaltsames Leben führen, während Welse sehr alt werden.

Schiffsbau
Langboot
Bootsbau


Arachnenseide
Weben


Schuppenkleid
Knochennadel
Handspindel, Ahle
Tangbekleidung


Reiterei
Oreichalkos
Rauchgerbung
Hirngerbung
Unterseegerbung


Speichenrad
Holzrad
Schlitten
Schleife


Bronzeguss
Holzverarbeitung
Verbundwerkzeug
Kaltlandwerk


Zyklopenmauern
Keramikglasur
Kupferguss
Elementarmetalle


Felsenheim
Steinbruch
Megalithbauwerke
Steinverarbeitung
Steinschmiede


Ziegelbrennerei
Stampflehmbau
Lehmziegel
Korbflechten
Werkzeug


Lehmöfen
Töpferei
Feuerstätten


Zeit der ersten Sonne
Geboren auf den alten Schiffen aus den verlorenen Tiefen kannten wir um uns nur weites Meer, das immerzornig gegen die Flanken schlug, den kalten Wind, der unaufhörlich an unserer Haut zerrte, über uns nur finstere Wolkendecke, die immergrollend mit ihren Blitzen schlug. Doch fern der wankenden Welt erhob sich uns späten Kindern der Schiffsbauer der Horizont, ein grauer Baum aus den schwarzen Untiefen in die flackernden Unhöhen, sich räkelnd, langsam und gemächlich, weise und bedächtig, träumend und noch nicht erwacht. Hier war der alten Riesin ein Licht erstrahlt, ein Herz in roter Glut, das unsere Schiffe rief aus allen Meeren. Es wuchs nicht nur, da wir ihm näher kamen, brannte sich seinen Weg hinauf durch Stamm und Rinde, und entzündete die Krone. Laut schrie sie auf, als der Feuervogel sich erhob, brannte hernieder und ließ im großen Feuer Fels und Asche regnen über das hungrig Meer. Trost schenkten unserer Schiffe Bannsängerinnen dem sterbend Kind, als ihr Gesang es zurück in den Schlaf wiegte. Aus der niedergehenden Asche entstieg zögerlich das karge Land, in dessen Fels sich die Spiegel aus schwarzem Glas befanden. Als der graue Regen lag und der Bernsteinvogel durch den dunklen Schleier auf das Land blickte, wuchsen aus des Baumes Asche zahllos seine Kinder, tausendäugig und von dunkler Rinde, die Schwarzeiben, und blickten zurück.

~ Die erste Reise, Norn
Sternenkleid
·Schwarze Federn kleideten den alten Wanderer, der den Vater bezwang. Gesehen ward er auf Rabenbein stolzierend, mit acht Augen über schwarzem Schnabel blickend, und mit Vogelkrallen an sechs Armen auflesend, als er aus der falschen Höhle schritt und alle blickend Vögel aufschraken. Nicht Rabe noch Weberin verschmähten ihn seine Väter, sodass wir Schwestern ihn lehrten. Doch wob er mit unserer Kunst das Schicksal des Vogelvaters, spielte auf der großen Harfe die Echos der sterbenden Baummutter und zwang ihn in den Schlaf. Hier zerriss er den Himmelsvogel, aus seinen Federn das Sternenkleid über die Geisterpfade zu weben. Das Phoenixei aber trug er durch Geisterpforten ins Land der Schlangen im großen Meer. So ward aus dem Geist ein Gott, und schwarze Vögel kamen vom schlafenden Wald herab, um von seinem Werk zu berichten, und brachten die Saat der alten Bäume hinab ins Schlangenland.·

~ Schicksalsaugen, Erl
Traumwald
"Endlos erstreckte sich der lauernde Wald, gebrochen nur von hohem Fels und schwarzen Tümpeln. Von den steinernen Anhöhen aus zürnten stolze Greifen, in den Wurzeln wachten geduldige Weberinnen, aus dem Geäst blickten wissbegierige Aschevögel, alte Raben, und immer, wenn die Tümpel ruhten, lauerten hungrige Najaden. Doch wenn die tausendäugig Bäume schliefen, wanderten durch den lauernd Wald wir Dryaden auf unserer Erinnerung entnommen alten Pfaden, welche unsere Mutter, die wir nie sahen, uns mit ihren Wurzeln dereinst zog."

~ Geisterpfade, Ur
Wurzelwelt
"Seit dem Tag, an dem die lange Nacht began, brannte am Ende jedes unserer alten Pfade ein kaltes Feuer in den finstren Tümpeln, am Anfang aller Pfade aber der große Sternenriss, an dem die Mutter stand. So trugen auch wir auf unseren Wanderungen unser Licht zum Gestirn. Hier aber fanden wir im Wasser das tote Land, tief unter dem endlosen Wald, und in den Sternen die Pforten dorthin. Und dort sahen wir, dass ihre Wurzeln einst nicht im alten Wald endeten, sondern von deren Gipfeln und hohen Hügeln aus auch die zweite Welt durchzogen."

~ Himmelspforten, Ur
Zeit der zweiten Sonne
Bebend erbrannte das starre Land, als das Ei barst und die gläserne Erde sich zu Fluten ergoss. Die schlafenden Schlangen, einst Najaden geboren, krochen abermals durch den Schlamm, einander und Meereswesen zu verschlingen. Auch erwachte die schlafende Saat und überzog das Land mit Pflanzenwuchs, welcher Nahrung bot für Vögel des Himmels und den gehörnten Herden, die einst von unseren Schiffen den Najaden geopfert im Land der Schlangen überdauerten. All dies gedeihte unter den Schwingen des Bernsteinvogels, der abermals die Nacht entzündete und mit seinem Flug den Tag bringen sollte. Doch weckte des Vogels Schrei auch den Traumwald zwischen den Sternen, der hungrig blickte auf die Welt darunter. So stürzten die Greifen vom Himmelswald herab, ihn nie wieder zu betreten. Auch unsere Schiffe sanken auf die Welt hernieder, sie zu bevölkern mit unserart. Einzig das Schiff der Jägerin, dem sich stets alle Meere beugten, verblieb die Walde zu bereisen Tag und Nacht.

~ Das alte Land, Norn
Tiefenlicht
·Drei Städte auf ihren Reisen spenden Licht dem endlosen Schlund. Die älteste ist das Schiff der Jägerin, dem sich alle Meere beugen. Die zweite ist das hohe Licht, zu dem alle Geisterpfade führen, an dem die träumende Königin ruht. Die dritte bereist auf dem Rücken des Bernsteinvogels die Welt, so nah an seinem Feuerkleid umhüllt von gerötetem Licht. Und von beiden Seiten der trügerischen Wellen leuchten sie herab in die Tiefenwelt. Hierhin ziehen junge Miragen aus den Spiegeln, um dort in den Herzen Fremder zu erwachsen und mit ihnen in den Wald zurückzukehren. Hierhin stürzen Phantasmen aus dem Geäst, um die Geister Träumender in den Wald zu entführen und ihre Herkunft vergessen zu machen. Und hier wandern die Miasmen, ihren Schwermut über die dort Lebenden zu legen, und das Ende ihrer Pfade zu erkunden.·

~ Die gelogene Welt, Erl

Geister sind das erwachte Bewusstsein eines weltlichen Äquivalentes, etwa eines Lebewesens oder abstrakteren Konzeptes. So wie Lebewesen oft im frühen Kindesalter Erinnerungen sammeln und ein Bewusstsein entwickeln können, erwacht auch manch altem Gewässer, Gewächs, Wald oder einer Herde ein Naturgeist, sowie alten Gegenständen und Gebilden, wie Schiffen, Bögen und Städten ein Kulturgeist. Mit Art des Äquivalentes gehen für den Geist Fähigkeiten und Pflichten einher.

Das Erwachen eines Geistes geht nur langsam vonstatten, und oft erinnern sich die Geister früherer Ereignisse nur gleich einer fernen Kindheit, bruchstückhaft und an einschneidenden Momenten am klarsten. Zum Traum verlassen Geister ihr weltliches Äquivalent und streifen in der astralen Anderswelt umher, wirken mit ihrer Anwesenheit aber bereits auf die Dieswelt und können derart wahrgenommen werden.

Bei Beschädigung ihres Äquivalentes werden Geister schwächer und verenden mit dessen Zerstörung. Diesem Schicksal vermögen einige jedoch zu entkommen, indem sie sich durch Besetzen geeigneter Behältnisse oder durch Geburt eine neue sterbliche Hülle aneignen. Meist ist der Verlust des Äquivalentes jedoch ein traumatisches Ereignis, das Erinnerungen und Charakter des Bewusstseins beschädigt. Zur Wiedergeburt fähige Geister sind als Gottheiten, zur Besetzung fähige als Dämonen bekannt.

Mittjahreskind
Zu Mittwinter und Mittsommer geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Nornhexereien zu erlernen.

Drittes Auge
Ein drittes Auge auf der Stirn erlaubt Geister zu sehen.
Mehrlingskind
Als Mehrlinge geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Erlhexereien zu erlernen.

Mehrlingsleid
Starke Gefühlsregungen werden den übrigen Mehrlingen zuteil.
Mondkind
Zu einer Mondfinsternis geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Urhexereien zu erlernen.

Krallenwuchs
Mondkindern wachsen Krallen anstelle der Finger- und Zehennägel.
 .: Ein neuer Morgen [Abenteuer]
Bearbeitet am 17.05.2016, 18:27
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« Izar »

(Alter Abenteuersteckbrief)


Namen und Titel jeder Art: Izar
Alter: an die 30?
Volk: Centaurin
Herkunft: Steppengebiete
Geschlecht: weiblich
Familienstand: ledig
Vater Menos: vertriebener Leithengst, Mustang
Mutter Yala: Mischling
Grossmutter Mamanesh: weise Rabenhexerin, Kaltblut

Der leibliche Vater Menos wurde von dem neuen Leithengst Dialo vertrieben. Dieser übernahm schliesslich die Herde.


Profession, Handwerke, Fähigkeiten

Bald hatte der Anführer erkannt, dass die junge Centaurin äusserst ausdauernd und trittsicher war und ausserdem einen vertrauensvollen Charakter besass.
So wurde sie relativ schnell zur Botschafterin und Auskundschafterin ernannt.
Ihre Aufgabe war es, anderen Herden und Völkern Nachrichten zu überbringen, oder feindliche oder unbekannte Gebiete zu erforschen.
Auch ihre Rabenhexerei war ihr dabei eine grosse Hilfe, da sie damit Gefahren erahnen konnte und mit Rabengeflüster aus der Sicht des Vogels die Gegend erkunden konnte.

Da ihre Grossmutter aber als die grosse Rabenhexerin galt in ihrem Volk, wurden die magischen Fähigkeiten der jungen Centaurin weiter jedoch nicht genutzt.

Das Mädchen lernte früh den Umgang mit Pfeil und Bogen, was sie zu perfektionieren versuchte, da sie im Nahkampf mit den Waffen nicht gut zurechtkam. Nur ihre Hufe dienten ihr dann noch als mehr oder weniger wirkungsvolle Verteidigung.

Für längere Reisen lernte sie zu jagen. In ihrem Volk ist es auch üblich, Leder und Felle weiterzuverwenden, so dass die Centaurin auch die Herstellung von einfachen Kleidungsstücken aus diesen Materialien erlernte.

Die Centaurin kann wegen ihres Körperbaus nicht schwimmen.
Auch Springen gehört nicht zu ihren liebsten Fertigkeiten, sie läuft lieber weite Strecken.


Religion

Die junge Centaurin glaubt an die Macht der Sternengöttin.
Ausserdem betet sie auch zu den Geistern der Natur und der Urahnen, dass sie sie mit Weisheit segnen mögen und ihr bei schwierigen Entscheidungen bestehen.
Wenn sie tötet, spricht sie danach ein Gebet an die Göttin, um Dank zu sagen und um Vergebung zu bitten


Erscheinungsbild und Ausrüstung

Die Centaurin hat ein auffallend rotbraunes Fell, das an einen Fuchs erinnert.
Ihre kräftigen Beine sind bis zur Hälfte hin schwarz und gehen dann erst in das Rotbraun über. Auch ihre lockigen Haare und der Schweif sind rabenschwarz. Sie hat dunkelbraune Augen, die manchmal etwas verträumt wirken können, so dass sie in manchen Momenten überrascht hochschreckt, wenn sie aus ihren Gedanken gerissen wird.
Das leicht struppige Fell geht oberhalb des Widerristes und beim Halsansatz des Pferdes in einen menschlichen Körper über. Auch die Haut hat einen bräunlichen Ton, der in der Sonne rotgolden schimmert.
Vor Allem die Beine der Centaurin sind kräftig, da sie viel und gerne rennt und unterwegs ist. Sie ist zwar nicht so schnell wie ein Rennpferd, doch dafür besitzt sie eine erstaunliche Ausdauer und Trittsicherheit.
Springen hingegen ist nicht die Stärke der jungen Frau, sie bleibt lieber nahe am Boden.

Was jedoch ganz besonders hervorsticht, ist das dritte Auge, welches die junge Centaurin auf der Stirn trägt. Es hat eine goldbraune Farbe und ist etwas heller, als ihr natürliches Augenpaar. Dadurch besitzt sie die Fähigkeit, Geisterwesen zu erblicken. Auch vermag sie in der Dunkelheit besser zu sehen.

Die Centaurin trägt nicht viel Kleidung, was bei ihrem Pferdekörper auch nicht nötig wäre. Nur ihre Brüste bedeckt sie mit verwertetem Leder. Ein Lederband ziert ihren Oberarm, das sie sich manchmal um die Stirn bindet, um ihr drittes Auge zu verbergen und an beiden Handgelenken trägt sie Armreifen als Schmuck.

Da die junge Centaurin öfters über längere Zeit unterwegs ist, trägt sie auf ihrem Pferderücken eine Tasche, welche ihre wichtigsten Habseligkeiten beinhaltet.
Darin befindet sich eine Wasserflasche, eine wärmende Felldecke, so wie immer etwas Reiseproviant und auch ihre Utensilien, welche sie für die Rabenmagie benötigt. Ein Jagdmesser zur Verarbeitung des Leders und des Fleisches ist ausserdem darin verborgen.
Ihren Bogen hat sie meistens umgehängt, so dass sie ihn bei Gefahrsituationen schnell greifen kann und auch die Pfeile sind griffbereit in einem Köcher verstaut.
Sie trägt keine auffallenden Farben, da diese sie in der Wildnis nur auffallen lassen würden. Die Materialien, welche sie verwendet, sind alle natürlich.


Magische Fähigkeiten

Ihre Begabung zur Magie hat die Centaurin relativ früh bemerkt. Als Kind war sie immer fasziniert von den schwarzen Rabenvögeln und verfolgte sie galoppierend über die Steppe. Sie erkannte schnell, wie schlau die Tiere waren und das beeindruckte sie.

Ihre Grossmutter Mamanesh verfolgte ihre Zuneigung zu den schwarzen Tieren aufmerksam und mit Freude. Denn die alte Centaurin war eine der magiebegabten Vertretern ihres Volkes und die Rabenhexerei gehörte zu ihren Fähigkeiten.
Bei ihrer eigenen Tochter konnte sie keine magische Aura wahrnehmen, so freute es sie umso mehr, dass ihre Enkelin diese Gabe zu besitzen schien.

Mamanesh war eine begabte und gerühmte Seherin unter ihrem Volk. Sogar der Leithengst respektierte sie und beugte sich zuweilen ihrem Willen. Denn die alte Frau hatte schon viel erlebt und war reich an Erfahrungen, die sie auch gerne mit den jüngeren Centauren teilte.
So kam es, dass sie ihre Enkelin immer beobachtete, um einen magischen Moment sofort erkennen zu können.

So passierte es schliesslich, dass die junge Centaurin tatsächlich mitten beim Spielen mit anderen Kindern plötzlich wie erstarrt stehen blieb und bewegungslos in den Himmel blickte, dessen blau nur von einigen Wolken getrübt wurde. Einen Moment später war es schon vorbei, das Mädchen schüttelte verwirrt den Kopf und widmete sich weiter den Gefährten.
Am Abend erzählte sie jedoch etwas verunsichert ihrer Grossmutter, sie hätte in den Wolken das Bildnis eines aggressiven Wolfes gesehen.
Ein Tag darauf wurde ein Centaur auf der Jagd von einem wilden Wolf angegriffen. Für Mamanesh war somit klar, dass die Fähigkeit ihrer Enkelin gefördert werden musste und sie widmete sich von nun an mit voller Inbrunst dieser Aufgabe.

Ihre Grossmutter wollte auch die Gabe des dritten Auges ihrer Enkelin fördern. Doch das kleine Mädchen weigerte sich. Sie fürchtete sie vor den Geistern und schämte sich für den Schönheitsmakel, denn dies war das dritte Auge aus ihrer Sicht. Deshalb hielt sie es immer hinter einem Stirnband verborgen. Das hatte jedoch auch zur Folge, dass sie die Geisterwesen nicht mehr sehen konnte, was dem Mädchen damals aber nur Recht war.
So begann Mamanesh ihr das Runensehen zu lernen, so dass sie die Bedeutung der Zeichen erkennen konnte. Sie war der Ansicht, dass das Mädchen irgendwann selber erkennen musste, welche Gabe sie besass und dass es ein Geschenk war. Erzwingen konnte man dies nicht.

Auch die Omen wurden mit der Zeit häufiger und die Centaurin lernte, sie richtig zu deuten, zu verstehen und darauf zu reagieren.
Eine Zeit lang fürchtete sie sich vor all diesen Vorhersehungen und den Folgen, doch langsam lernte sie sie zu schätzen, akzeptierte auch Unabwendbarkeiten, und versuchte mit den Warnungen, welche ein Geschenk der Göttin waren, ihr Volk zu beschützen.

Die Sternenkunde war ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer Ausbildung zur Rabenhexerin. Da die Sterne schon immer von wichtiger Bedeutung für ihr Volk waren, da sie ihnen sowohl als Wegweiser als auch als Warnung vor Gefahren dienten.

Auch ihre Zuneigung zu den Raben wuchs zunehmend, besonders, als sie auf einem ihrer Botengänge durch Zufall einen Jungvogel entdeckte, der aus seinem Nest gefallen war. Die Centaurin konnte ihn nicht einfach seinem Schicksal überlassen und nahm ihn mit sich. Sie zog ihn auf, bis er selbständig wurde. Seit diesem Augenblick ist der Rabe oft in ihrer Nähe aufzufinden und begleitet sie auf ihren Reisen, auch wenn er nicht zu sehen ist.
Doch die Centaurin weiss um seine Anwesenheit und begann dies mit der Zeit für das Rabenflüstern zu nutzen. Anhand dieser Fähigkeit kann sie durch die Augen des Vogels sehen. Es ist eine gute Möglichkeit, ein unsicheres Gebiet zu erkunden, doch die junge Hexerin nutzt es auch gerne, um die Freiheit des Fliegens miterleben zu können.

Da ihre Grossmutter darauf bestand, wenigstens durch Meditation die Kraft des dritten Auges nutzen zu lernen, gab das pubertierende Mädchen schliesslich nach und übte unter der der strengen Kontrolle von Mamanesh den Traumtochterruf. So konnte sie anhand von zahlreichen Bildern Visionen erhalten.

Da das Mädchen schon als Kind eine Träumerin war, und gerne ihre Gedanken spielen liess, war sie begeistert, als ihre Grossmutter ihr erklärte, dass man durch Meditation in die Träume anderer Lebewesen eindringen könne (Wanderer in den Träumen).
Oft machte sie es aus Freude, da sie fasziniert von den Traumwelten anderer Lebewesen war, manchmal überbrachte sie jedoch auch Warnungen, welche sie in den Omen erkannte hatte, in den Träume ihrer Mitmenschen.

Da ihre Grossmutter sehr darauf bedacht war, ihr nur eine neue magische Fertigkeit zu lehren, wenn sie die anderen gut beherrschte, dauerte es seine Zeit, die Rabenhexerei zu erlernen. Dafür beherrschte sie all ihre Hexereien ziemlich gut, auch wenn die Zahl sich in Grenzen hielt.

Die Centaurin achtete immer darauf, einige Rabenfedern bei sich zu tragen und auch Runensteine. Sie weiss um die Vorteile von Schwarzeibentrunken und achtet auf die Warnungen der Schutzrunen, die auf ihrem Lederband als Geschenk ihrer Grossmutter eingestickt wurden. Wenn sie länger an einem Ort verweilt, hängt sie sich gerne einen Traumfänger über den Schlafplatz, da sie fest daran glaubt, dass er Nachtmahre fernhält.


Charaktereigenschaften und Macken

Die junge Centaurin hat einen etwas wechselhaften Charakter. Die meiste Zeit ist sie fröhlich, offen und aufgestellt und besitzt grossen Tatendrang. Unnötiges Herumstehen und Nichts tun machen sie fast wahnsinnig. Sie ist ständig in Bewegung, und wenn es nur das Scharren mit den Hufen, das Flechten von Zöpfen ihrer langen Haare oder das Spielen mit ihren Armreifen ist.

Anderen gegenüber ist sie freundlich und mit ihrem Lachen verbreitet sie schnell Vertrauen.
Sie mag gerne andere Lebewesen und ist von Natur aus neugierig.

Jedoch ist sie Männern gegenüber häufig etwas aufmüpfig und je mehr ihr Gegenüber meint, sie herumdirigieren zu können oder sich gar machohaft gibt, desto sturer und eigensinniger wird die Centaurin und verschliesst ihr Inneres.
Der Ursprung dieses Verhaltens liegt wohl in der Kultur ihres Volkes. Als Mädchen hat sie miterlebt, wie ihr Vater von einem anderen Centauren verjagt wurde und dieser die ganze Herde übernommen hat. Das Mädchen bewunderte ihren Vater und diese Tradition erschütterte sie sehr.
Vor Allem als der Leithengst schliesslich alle Frauen ganz selbstverständlich für sich beanspruchte, begann die junge Frau zu rebellieren.

Sie hatte zwar akzeptiert, dass es einen Herrscher geben musste, der die Herde lenkte, doch diese absolute Befehlsgewalt schreckte sie ab, so dass sie häufig zwiegespalten war zwischen Gehorsam gegenüber mächtigeren Lebewesen und dem Aufbegehren gegen diese Ungerechtigkeit.

In schwierigen Situationen wird die junge Frau ganz kribbelig. Ihre Unruhe nimmt dann meistens noch zu und oft ist sie so nervös, dass ihr ein tollpatschiges Missgeschick passiert.
Deshalb gibt sie oft lieber ihrem Fluchtinstinkt nach, den ihre Pferdehälfte mit sich bringt, als einem Feind mit Gewalt gegenüber zu treten.

Die junge Frau besitzt das dritte Auge. Als Kind hat sie es oft verborgen, und kein Fremder hat es je zu Gesicht bekommen. Mit der Zeit lernte sie es jedoch zu schätzen und wenn sie sich nicht unter grossen Menschenmengen befindet, trägt sie es auch offen.
Wenn sie lange Zeit keine Geisterwesen zu Gesicht bekommt, beginnt sie sie sogar zu vermissen und fühlt sich, als würde ein Teil von ihr fehlen.

In jungen Jahren musste die Centaurin bereits feststellen, dass sie Bienenstiche nur schlecht verträgt. Vor Allem auf ihrer menschlichen, ungeschützten Haut schwillt die betroffene Stelle stark an, rötet sich und juckt stark.
An Hals oder Gesichtsbereich kann dies zur Gefahr werden durch Ersticken und bei zu vielen Stichen besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs.
Bei ihrem tierischen Körper sind die Auswirkungen weitaus geringer und ungefährlich.

Eine weitere Macke ist ihre Angst vor Gewittern. Dunkelheit alleine macht der jungen Frau nicht viel aus, doch lautes Donnergrollen und grelle Blitze am schwarzen Nachthimmel lösen Angst und Unruhe in ihr aus. Sie sieht in dem Wüten der Gezeiten den Zorn der Götter und der Geister.


Stärken und Schwächen

- fröhlich, aufgestellt, Vertrauen erweckend
- trittsicher
- ist gerne in Bewegung, ausdauernd
- kann Bogenschiessen
- Jagen und Lederverarbeitung
- Rabenhexerei
- Metamorphose: das dritte Auge

- oft nervös und unruhig, zappelig
- schreckhaft
- Angst vor Gewitter, Blitz und Donner -> Zorn der Götter/Geister
- Allergisch auf Bienenstiche
- springt nicht allzu gerne
- kann nicht schwimmen
- schlecht im Nahkampf
- oft tollpatschig in kritischen Situationen, ergreift dann gerne die Flucht


Lebenslauf

[x] Wo wurde er geboren und wuchs er auf? -> in Steppengebiet aufgewachsen
[x] Wo und wie hat er seine Fähigkeiten erlernt bzw. geschult? -> "Schule?", lernen von Erwachsenen durch Abschauen, Nachahmen (~wie Tiere), Rabenhexerei durch Grossmutter
[x] Was hat er bis zur Gegenwart wichtiges erlebt? -> erlernen von Jagen etc., magische Begabung und erlernen der Hexerei durch Grossmutter, Vertreibung des Leithengstes und Übernahme der Herde, lernt das dritte Auge zu schätzen, Botschafterin und Auskundschafterin, rebellische Phase/ zunehmende Unzufriedenheit, Verlassen der Herde, ...

Izar wurde als Tochter von Menos und Yala geboren, etwas abseits der Centaurenherde erblickte sie das Licht der Welt.
Schon vom ersten Tag an war sie etwas Besonderes, denn sie trug das dritte Auge auf ihrer Stirn, mit welchem sie in Zukunft Geisterwesen erblicken könnte.
Ihren Namen hat sich nach ihrem Geburtsstern bekommen, welcher in der Nacht am hellsten geleuchtet hatte am Himmelszelt.
Das kleine Mädchen wuchs gut heran und schnell war zu erkennen, dass sie die Liebe zu Laufen von ihrem Vater, einem Mustang geerbt hatte. Siekonnte nie stillstehen, musste immer in Bewegung sein. Da ihre Grossmutter jedoch ein Kaltblut war, und die Mutter Yala ein Mischling, hatte sie deren Ausdauer mitbekommen. Sie konnte zwar nicht mit den schnellsten Mitgliedern der Herde mithalten, aber wenn es darum ging, grosse Strecken zu bewältigen, schlug sie die meisten.

In ihrer Kindheit wurden die jungen Centauren in den wichtigsten, überlebenssichernden Dingen unterrichtet. Wer nicht völlig ungeschickt war im Umgang mit Pfeil und Bogen oder dem Speerwurf, wurde früh zur Jagd mitgenommen. Auch die Leder- und Fellverarbeitung war ein wichtiger Bestandteil der Kultur des Volkes.
Izar war mit dem Bogen schnell vertraut, Nahkampfwaffen hingegen liessen sie auch nach Jahren noch wie eine Anfängerin dastehen.
So übte sie mit der Distanzwaffe und hielt sich Feinde und Beute vom Leibe.

Auch andere Alltagsdinge lernten die Centauren. Sie mussten Pflanzennamen und deren Wirkungen auswendig lernen, konnten Fleisch zubereiten und wurden in der Sprache des Volkes unterrichtet. Auch über die Kultur der Centauren mussten sie einiges wissen und über ihre Verwandten, die Pferde wussten sie bald Bescheid.
Zudem wurde ihnen der Glaube an den Allvater nahe gebracht und sie kannten die wichtigsten Sterne beim Namen.

Die Grossmutter Mamanesh achtete ausserdem immer darauf, ob eines der Kinder nicht vielleicht die Gabe zur Magie besass.
Umso mehr freute es sie, dass ihre Enkelin scheinbar Omen erkennen konnte. So nahm sie das Kind unter ihre Obhut und lernte ihr mehr und mehr die Fähigkeiten der Rabenhexerei. Mamanesh war eine geduldige Lehrerin, jedoch auch sehr streng. Erst wenn Izar eine Hexerei gut beherrschte, wurde etwas Neues angefangen.
Das Mädchen sträubte sich jedoch, ihr drittes Auge zu nutzen. Nein, sie versteckte es lieber hinter ihren langen Haaren, unter einer Kapuze oder meistens unter einem Band, das sie um den Kopf und über die Stirn knüpfte. Das goldbraune Auge war ihr unheimlich, und sie empfand es als Schönheitsmakel. Sie wollte lieber so sein, wie die anderen Kinder, auch wenn Hexerei und die Gabe, mit den Geistern zu kommunizieren einen hohen Stellenwert in ihrem Volk besass.

So lebte die Herde immer friedlich und zog über die Steppen und manchmal durch licht bewaldete Gebiete, obwohl sich Izar auf freiem Feld wohler fühlte.
Eines Tages geschah jedoch etwas, das die junge Centaurin verändern sollte.
Als sie gerade ihr Lager auf einer Lichtung aufgeschlagen hatten, hörte sie plötzlich den Klang von schweren Hufen auf dem Boden. Neugierig und doch angespannt blickten sich einige der Centauren um. Ein mächtiger Centaure kam mit grossen Schritten auf die Herde zugelaufen. Er trug einen Speer bei sich und auf dem Rücken hing ein Langbogen. Sein Pferdekörper war rabenschwarz und sein Blick ging düster über die Gruppe, bis sein Fokus auf Menos hängen blieb, dem Oberhaupt unter ihnen.
Ein grimmiges Lächeln glitt über sein Gesicht: „Ich fordere Dich zum Duell heraus!“

So kam es, dass Izar’s Vater um seine Herde kämpfen sollte. Der Mustang war nicht so kräftig gebaut wie sein Herausforderer und auch schon etwas älter. Doch natürlich wollte er seine Frauen, seine Kinder, seine Familie nicht kampflos aufgeben.
Wie es Tradition war, durften die beiden Centauren keine Waffen mit sich tragen. Nur ihr Körper sollte ihnen für den Sieg zu Hilfe stehen.
Es war ein erbitterter Kampf. Die Herde stand im Kreis um die beiden Gegner herum und feuerte sie an. Staub wirbelte um die verschwitzen Körper, Steine flogen durch die Luft und ein Stöhnen und Ächzen war zu hören, wenn die beiden Centauren mit voller Wucht aufeinander prallten.
Beide hatten bald Wunden von den scharfen Hufen ihres Widersachers und blaue Flecken und Prellungen überall verteilt. Doch schliesslich ging der Kampf seinem Ende zu. Menos war erschöpft und er hinkte. Sein Gegner nutzte dies und schlug ihm geschickt ein Bein unter dem schweren Körper weg. Der Leithengst strauchelte, seine Augen waren aufgerissen und er erkannte im selben Moment, dass er verloren hatte, wie er auf den Boden prallte.
So war der Kampf entschieden, und der Verlierer musste sich zurückziehen, um seine Wunden zu versorgen und mit etwas Glück eine neue Herde zu finden.

Dialo wurde ein strenges Oberhaupt. Sobald die Kinder alt genug waren, mussten sie wie die Erwachsenen mitarbeiten und wurden nicht geschont. Er war stur und liess sich nicht gerne Befehle erteilen. Nur von Mamanesh nahm er Vorschläge an, da sie eine weise Rabenhexerin war und ein angesehenes Mitglied der Herde darstellte.

Als er feststellte, wie ausdauernd Izar war, und dass man ihr auch gut etwas anvertrauen konnte, ernannte er sie zur Botschafterin und Auskundschafterin.
Von nun an war sie oft unterwegs. Zwischen verschiedenen Stämmen überbrachte sie Nachrichten und spähte unsichere oder gar feindliche Gebiete aus, um die Herde immer auf dem neuesten Stand zu halten. Die Jugendliche war froh, nicht immer bei der Herde verweilen zu müssen, denn sie mochte den neuen Leithengst nicht. Seine einnehmende Art, wie er alle Frauen für sich beanspruchte und sie seinen Willen ausführen sollten, schreckte sie ab. Sie konnte diese Tradition nicht verstehen und wurde mit der Zeit immer rebellischer. Auch in Zukunft reagierte sie oft aufmüpfig und abweisend gegenüber Männern, welche ein solch machohaftes und besitzergreifendes Verhalten an den Tag legten.

Auf einer ihrer Botengänge fand die junge Centaurin einmal einen jungen Raben, der offensichtlich aus seinem Nest gefallen war. Sie liebte diese Vögel und verehrte sie, denn sie waren vom Allvater geschickt worden und heilige Wesen. So beschloss sie, den Rabenvogel aufzuziehen bis er selbständig sei.
Der Vogel war von da an immer in ihrer Nähe und flog auch bei ihren Rundgängen immer mit ihr mit. Oft war er nicht zu erkennen, doch die Centaurin konnte seine Anwesenheit spüren und sobald sie Rabenflüstern beherrschte, nutzte sie diese Fähigkeit, um durch ihren treuen Freund, das Land von oben zu sehen.

Mit der Zeit konnte ihre Grossmutter das Mädchen überzeugen, wenigstens durch Meditation ihr drittes Auge zu nutzen. Nach einigem Widerstreben gab Izar nach. Sie konnte nun Visionen erhalten, welche in vielen Bildern verborgen waren und durch sie entschlüsselt werden mussten. Da sie jedoch bereits seit Kindheit an auch oft Omen sah und deren Bedeutung erkennen konnte, war das Lesen in diesen Bildern für sie nicht von grosser Schwierigkeit.

So ging das Leben in der Herde immer weiter. Mit der Zeit bildete sich jedoch unter den jüngeren Centauren eine Gruppe, welche mit der Leitung der Herde nicht mehr zufrieden war. Sie mochten den neuen Anführer nicht. Da sie jedoch alle nicht genug stark und erfahren waren, um es mit ihm aufzunehmen, beschlossen sie schliesslich, sich von der Herde abzusetzen.
Auch Izar wollte ihnen folgen und verabschiedete sich von ihrer Mutter und Grossmutter. Sie hatte bereits viel gelernt, obwohl die Rabenhexerei womöglich noch viele weitere Optionen für sie offen hielt.

Zu viert verliessen sie die Familie, um sich alleine durchzuschlagen und womöglich eine neue Herde zu gründen.
Eine Zeit lang ging alles gut. Die jungen Centauren kamen gut miteinander klar und hatten genug gelernt, um überleben zu können.

Dann, eines nachts geschah jedoch etwas seltsames. Schon einige Nächte lang konnte Izar nicht gut schlafen, war unruhig und hatte das unbestimmte Bedürfnis, ihr drittes Auge freizugeben. Sie hatte ausserdem immer denselben Traum, von einem blauen Schimmern, das aus Dunkelheit hervorstach.
So geschah es, dass sie Mitten in der Nacht erwachte und in den dunklen Sternenhimmel starrte.
Etwas verwirrte sie jedoch und als sie genauer hinblickte, erkannte sie das Schimmern eines ganz besonderen Sterns, eines blauen Sterns!
Sofort weckte sie die anderen, um sicher zu gehen, nicht zu träumen. „Was ist das für ein seltsames Leuchten?“, fragten sie sich alle und diskutierten bis am frühen Morgen erfolglos über das Gesehene.
Auch die nächsten Nächte war der Stern zu sehen und die Centauren wurden sich einig, dass er eine besondere Bedeutung haben musste.

So wurde Izar losgeschickt, denn sie war für ihre Ausdauer bekannt und als Rabenhexerin ausserdem dem Allvater am nächsten. Denn die Centauren waren sich einig, dass dies eine Botschaft des Gottes sein musste, denn nur er herrschte über die Gestirne.

Langsam senkte sich jedoch der Winter über das Land, und das Leuchten des Sternes führte die Centaurin in die verschneiten Nadelwälder am Fuss des Mondgebirges.
Sonderlich wohlt fühlte sich das Steppenwesen in den dichten Waldgebieten nicht, doch da sie ihre Aufgabe erfüllen wollte, folgte sie weiter dem Weg, bis sie nach Sigruns Hal gelangte, zu der Halle der Nordmenschen.

Während ihrer langen Reise und der vielen Zeit, welche die Centaurin in der Einsamkeit verbrachte, legte sie immer öfters ihr Stirnband ab. Sie begann die Geisterwesen zu erkennen und manche von ihnen begleiteten sie auf ihrer Reise.
Auch die Fähigkeit im Dunkel zu sehen, wurde immer mehr zum Vorteil, da im Winter die Tage kürzer und die Nächte länger wurden.
So lernte die Centaurin ihre Gabe zu akzeptieren und verbarg das goldbraune Auge nur noch in Menschenansammlungen oder bei völlig Fremden.

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