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Seevölkerinseln Nördliche Seevölkerinseln Sommerweiden Eislandbucht Erlmoorland Erlwasser Windlandsteppen Obsidiankap Wisperwälder Grimbergküste Grimwälder Phoenixküste Regeninseln Nordnornküste Nornbergküste Ostwindlinge Donnersteppen Grimwasser Phoenixwasser Donnerhallberge Weststromland Gefrorenes Land Donnerküste Polare Eisdecke und Packeis Die Landschaft ist reich an steinigem Hügelland und großem Fels, der aus der Erde bricht und jeden Donnerschlag laut erhallen lässt. Eher schwach bewaldet sind es zunächst lose Baumgruppen, die gigantische Ausmaße annehmen. Oft kommen schwere Nebel von den Bergen, die von großen Stürmen abgelöst werden, bis die Sonne wieder durch die dunkle Wolkendecke bricht.

Frühjahr
Durch das immer länger scheinende Licht der Sonne erwachen die Waldgottheiten aus ihrem Schlaf und lassen die Pflanzen neu erblühen. Die ersten Tierherden wandern wieder nach Norden, wo das Nahrungsangebot nun reichhaltiger ist.
Sommer
Durch Schmelzen von Schnee und Eis führen vor allem der große Gletscherfluss, aber auch andere Gewässer starke Strömungen und höhere Wasserpegel. Zusammen mit auftauenden Böden führt dies zu weitreichenden Versumpfungen und Überschwemmungen, die auch noch viele Ortschaften weit fern der Flussufer treffen. Die großen Tierherden sind alle in den Norden zurückgekehrt.
Sommersonnenwende
In der Sonnenwendnacht, der kürzesten des Jahres, können Geister auch von Sterblichen erblickt werden. An manchen Stellen zeigen sich zu dieser heiligen Zeit auch Orte der Geisterwelt.
Herbst
Während die Gewässer zurücktreten, erblühen und reifen viele Kräuter und Früchte. Die ersten Tierherden wandern zu dieser Zeit nach Süden. Die großen Hirsche tragen zu dieser Zeit mächtige Geweihe und streiten um das Vorrecht eine Herde zu führen.
Winter
Während die Pässe in den Hochgebirgen zunehmend unbegehbar werden, legen sich die Waldgottheiten und Waldgeister schlafen, wodurch auch die Pflanzen in den Schlaf fallen. Die großen Tierherden sind alle im Süden angekommen und die großen Hirsche werfen ihr Geweih ab.
Wintersonnenwende
Zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres, tobt in den hohen Bergen die wilde Jagd der Jagdgottheiten. In dieser Nacht werden Opfergaben dargebracht, um sie zu besänftigen.

Polare Steppen und Sommerweiden

Die schwach bewaldeten Eislande, die südlichen Mondbergtäler und Windlande, in welchen auch im Sommer noch Schnee liegt, sind in der Sommerzeit reich an Gräsern, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Farnen, Flechten und Blumen. Im Winter ist die kleinwüchsige Vegetation jedoch tief eingeschneit, sodass ein großer Teil der dort heimischen Fauna gefolgt von großen Raubtieren in den Süden wandert, um zum Sommer wieder die Wanderung nach Norden anzutreten.
2 m
3 t

Wollnashorn

Wollnashörner sind Pflanzenfresser, die hoch im Norden leben und sich von den Gräsern und Sträuchern der Steppen ernähren. Sie besitzen kein gutes Sehvermögen und sind so leicht aufzuschrecken, worauf sie stets in den Angriff übergehen. Unter ihrem braunen Fell verbringen sie auch die Winterzeit im hohen Norden und leben für eine Weile von ihren Fettreserven.



1,7 m
1 t

Düsterbär

Aufgerichtet 3,4 m hoch sind Kurznasenbären die größten aller Raubtiere und halten keinen Winterschlaf. Aufgrund der langen Gliedmaßen sind sie zudem ein schneller Läufer, der Rinder, Hirsche und Wildpferde erlegt, auch größere Tiere attackiert und selbst anderen Raubtieren ihre Beute erfolgreich streitig macht.



1,7 m
700 kg

Buschochse

Buschochsen leben in den Tiefebenen und Flusstälern und ernähren sie sich von Sträuchern, Birken, Weiden, Kräutern, Flechten und Moosen.



1,5 m
350 kg

Höhlenlöwe

Höhlenlöwen sind die größten Raubkatzen. Sie sind zumeist Einzelgänger und jagen in den Steppen Hirsche, Rentier, Pferde oder Humanoide. Doch vor allem ihr Gebrüll, mit welchem sie ihre Territorien abstecken, wird weit über die Lande vernommen. Höhlenlöwen leben vor allem nahe den hohen Gebirgszügen im Norden.



1 m
100 kg

Hyäne

Hyänen leben in Höhlen und Bauten, in denen sie auch ihren Nachwuchs aufziehen.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.



Nordwälder

Tief in den gewaltigen Wäldern wachsen die Bäume hoch und sind Jahrtausende alt. Es sind unheimliche Orte, die kaum Tageslicht zulassen und nach nur wenigen Minuten die Orientierung rauben. Neben den zahlreichen Nadelbäumen haben es auch einige Laubbaumarten wie die Birke, Erle und Weide geschafft in unwirtlichen Gegenden zu überdauern.
3,4 m
6 t

Mastodon

Mastodonten sind kleiner als Mammuts, jedoch etwas länger als ihre Verwandten. Ihre Stoßzähne sind flacher nach oben gebogen. Sie leben in Wäldern westlich des großen Stroms und ernähren sich von Laub und Zweigen, wodurch sie zum Jahreszeitenwechsel nicht auf lange Wanderschaften angewiesen sind.



2 m
1 t

Auerochse

Auerochsen sind eher in Wäldern beheimatet und speisen dort vom Laub und den Sträuchern. Rinder sind ungemein ausdauernd und wehrhaft.



1,7 m
1 t

Höhlenbär

Höhlenbären sind Einzelgänger und aufgerichtet bis zu 3,4 m hoch. In Laubwäldern beheimatet ist hält der Höhlenbär Winterschlaf und ernährt sich vorwiegend von Pflanzen. Ein einziger Tatzenschlag oder Biss erweist sich für Humanoide als tödlich.



2,3 m
800 kg

Elch

Mit ihren langen Beinen vermögen die einzelgängerischen Elche Wölfen und Bären durchs Unterholz zu entkommen. Ihr kräftiger Rumpf speichert im Sommer angefressenen Fettvorrat, um den langen Winter zu kompensieren. Im Winter finden sie sich in lose Gruppen zusammen. Die Huftritte von Elchen sind tödlich und kaum abzuwehren.



1,7 m
500 kg

Düsterkeiler

Düsterkeiler sind gewaltige Wildschweine mit vier Hauern. Die Weibchen und ihr Nachwuchs leben meist in den Wäldern in Rotten beisammen und verlassen diese auch im Winter nicht, während welcher sie sich besonders gegen ebenfalls im Norden verbliebene Wölfe, Löwen und Bären wehren müssen. Keiler hingegen werden zunehmend zu Einzelgängern.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.


Steppenwanderer

Die großen Steppen der Weststromlande und Nordlandtundra werden vor allem von grasenden Zugtieren durchquert, die zum Frühjahr und Herbst in großen Herden und Stampeden wandern. Die hier gelisteten Tiere befinden sich im Sommer in den nördlichen Ebenen, und im Winter wiederum in den südlichen Ebenen. Trotz hohen Hügeln und Fels, Flussland, Tümpeln und Sümpfen kann man meist weit über das Land blicken und in weiter Ferne die Züge hoher Berge ausmachen. Mit nur wenigen kleineren Baumgruppen ist die Flora reich an Gräsern, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Farnen, Flechten und Blumen.

3,8 m
6 t

Mammut

Einer Leitkuh folgend bilden Mammutkühe mit den Jungtieren Herden, die jedoch auseinandergehen, wenn die Nahrung knapp wird. Zum Winter gewachsenes Fell verlieren sie im Sommer wieder. Nach 60 bis 70 Jahren sind Mammutzähne derart abgenutzt, dass sie in sumpfigeren Gebieten nach weicher Nahrung suchen, dort verenden und Mammutfriedhöfe begründen.



2 m
1 t

Bison

Bisons und Wisents ernähren sich von den Gräsern der Steppen und wandern zum Winter in den Süden, um zum Sommer hin wieder in den Norden zurückzukehren. Rinder sind ungemein ausdauernd und wehrhaft.



2,1 m
600 kg

Riesenhirsch

Geweihe männlicher Riesenhirsche spannen bis zu 4 m, wiegen bis zu 50 kg und werden mit dem Ende der Brunft zu Winteranbruch abgeworfen. Hirsche leben in von einem Männchen geführten Herden in den Steppen. Gehörnte Hirsche meiden die Wälder aufgrund der Gefahr sich mit dem Geweih darin zu verfangen.



1,2 m
300 kg

Säbelzahn

Die meisten Säbelzahnkatzen jagen in von einem Männchen geführten Rudeln. In Pirsch- und Treibjagd sind Rinder oder Jungtiere von Wollnashörnern, Mammuts und Mastodonten übliche Beute. Aufgrund der Säbelzähne ist es ihnen nicht möglich Beute vollständig zu verzehren, sodass sie stets Aas für andere Raubtiere lassen.



1,4 m
270 kg

Gnu

Gnus leben in großen Herden im offenen Grasland.



1,4 m
200 kg

Rentier

Rentiere sind Herdentiere, die sich von den Gräsern der Steppen ernähren und mit den großen Herden wandern. Sie sind dunkelgrau gefärbt, tragen eine hellgraue Mähne und ganzjährig sowie geschlechtsunabhängig ein Geweih.



1,4 m
200 kg

Pferd

Wildpferde sind Herdentiere, die sich von den Gräsern der Steppen ernähren und mit den großen Herden wandern. Sie tragen eine gelbrötliche Fellfärbung mit hellen Flanken und eine aufrecht stehende Mähne.



1 m
80 kg

Düsterwolf

Düsterwölfe sind große und kräftig gebaute Wölfe mit kurzen Beinen. Sie leben in Rudeln von bis zu 30 Tieren, die von einem Rüden geführt werden und sind selbst gegenüber Artgenossen aggressiv. Zu den großen Wanderungen folgen sie den Herden, unter welchen vor allem Rinder erlegt werden.



Südland

Auch in den gewaltigen Wäldern im Süden wachsen die Bäume hoch und sind Jahrtausende alt. Und auch dies sind unheimliche Orte, die kaum Tageslicht zulassen und nach nur wenigen Minuten die Orientierung rauben, während zugleich die Vegetation am Boden jedes Vorankommen erschwert.

In den weiten Graslanden befinden sich zur Winterzeit die großen Herden des Nordens. Aber auch im Sommer ist hier eine reichhaltige Tierwelt anzutreffen.
4 m
12 t

Südelefant

Hauerelefantenbullen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 4 m und ein Gewicht von bis zu 12 t, während Kühe bis zu 3 m hoch werden und 6 t erreichen. Sie leben in den Wäldern des Südens



6 m
6 t

Faultier

Riesenfaultiere bewegen sich überwiegend vierfüßig fort, können sich jedoch auch auf die Hinterbeine aufrichten, um im Geäst von Bäumen Nahrung zu suchen. Nachtaktiv leben sie in den sumpfigen Wäldern des Südens, wo sie sich von Pflanzen und Tieren ernähren und auch manchen erfahrenen Jäger töten.



1,5 m
1,5 t

Pfeilzahn

Die Augen und Nüstern der Pfeilzähne liegen hoch am Kopf, sodass sie halb-aquatisch leben können. Sie verbringen den Großteil des Tages im Wasser und gehen in der Nacht für die Nahrungssuche an Land.




7 m lang
1 t

Waran

Als Lauerjäger fallen Warane ihre Beute aus dem Hinterhalt an und ernähren sich auch von Aas. Von ihnen gebissene Beutetiere sterben nach kurzer Zeit am Gift und können schließlich von den Waranen gewittert und gefunden werden.



1,8 m
1 t

Langhals

Langhälse mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,8 m leben in den Savannen und Feuchtgebieten des Südens und ernähren sich von Laub wie auch Gras.



3 m
400 kg

Waldbestie

Rindergiraffen gelten als große und robuste Verwandte von Antilopenartigen Huftieren, die ebenfalls im Süden beheimatet sind.



1,1 m
350 kg

Wildschwein

Wildschweine leben meist in den Wäldern in Rotten beisammen und verlassen diese auch im Winter nicht, während welcher sie sich besonders gegen ebenfalls im Norden verbliebene Grauwölfe, Höhlenlöwen und Kurznasenbären erwehren müssen.



6 m lang
1 t

Krokodil

Krokodile erreichen meist 5 m und 250 kg, wachsen jedoch ihr gesamtes Leben lang und können so größer werden. Sie springen aus dem Wasser und ertränken ihre Beute oder drehen sich um ihre eigene Achse, um sie von den Beinen zu reißen, tauchen eine Stunde und kommen ein Jahr ohne Nahrung aus. Im Süßwasser beheimatet überqueren sie auch die Meere.



1,1 m
260 kg

Tiger

Tiger sind nachtaktiv und verbergen sich zur Pirsch in dichtem Pflanzenwuchs am Boden.



1,2 m
230 kg

Löwe

Löwen leben in ihren Rudeln in den offenen Steppen des Südens von der West- bis zur Ostküste.



0,6 m
210 kg

Jaguar

Jaguare leben in den Wäldern. Sie können hervorragend klettern und Töten ihre Beute mit einem Sprung.



2,5 m
200 kg

Riesenbiber

Riesenbiber erreichen Längen von über 2,5 Metern und leben großteils im Wasser, wo sie auch ihre Heime bauen.



1,9 m
770 kg

Hirsch

Schulterhöhen von Hirschen variieren je nach Art zwischen 30 und 190 cm, im Gewicht zwischen 6 und 770 kg. Die meisten leben in Gruppen beisammen.




1 m
150 kg

Schaf / Ziege

Ziegen erreichen eine Schulterhöhe von 1 m und ein Gewicht von 150 kg.

Mufflon-Schafe erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm und ein Gewicht von 50 kg.



1 m
100 kg

Hyäne

Hyänen leben in Höhlen und Bauten, in denen sie auch ihren Nachwuchs aufziehen.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.



0,7 m
70 kg

Gazelle

Saigas erreichen eine Schulterhöhe von 70 cm und ein Gewicht von 70 kg, Gazellen erreichen eine Schulterhöhe von 80 cm und ein Gewicht von 40 kg. Sie leben in flachen, weiten Steppen in Herden von bis zu 40 Tieren beisammen, bilden zu den Jahreswanderungen aber auch Wanderherden mit Tausenden Tieren.



3 m
20 kg

Rock

Riesenadler können bis zu 20 kg wiegen und haben eine Spannweite von 3 m. Manchmal verschleppen sie auch Humanoide als Beute.



Binnenfisch

6 m
2 t

Wanderfisch

Die großen Wanderfische, der Stör, Lachs und die Forelle, leben im Meer, schwimmen zum Laichen jedoch die Flüsse hinauf. Der Stör ist im Frühjahr, Lachse und Forellen im Winter auch im Inland anzutreffen. Störe werden 6 m lang, 2 t schwer und 100 Jahre alt, Lachse 1,5 m lang und 20 kg schwer und Forellen 1,4 m lang und 50 kg schwer.



3 m
100 kg

Standfisch

Die großen Standfische, der Wels und der Hecht, leben in Ufernähe am Gewässerboden. Welse werden 3 bis 4 m lang und 40 bis 150 kg schwer, wobei kürzere mehr Masse aufweisen. Bei Bedrohung wehren sie sich mit kräftigen Bissen. Hechte werden 1,5 m lang und 20 kg schwer und sind als bissige Raubfische bekannt, die ein kurzes, gewaltsames Leben führen, während Welse sehr alt werden.

Schiffsbau
Langboot
Bootsbau


Arachnenseide
Weben


Schuppenkleid
Knochennadel
Handspindel, Ahle
Tangbekleidung


Reiterei
Oreichalkos
Rauchgerbung
Hirngerbung
Unterseegerbung


Speichenrad
Holzrad
Schlitten
Schleife


Bronzeguss
Holzverarbeitung
Verbundwerkzeug
Kaltlandwerk


Zyklopenmauern
Keramikglasur
Kupferguss
Elementarmetalle


Felsenheim
Steinbruch
Megalithbauwerke
Steinverarbeitung
Steinschmiede


Ziegelbrennerei
Stampflehmbau
Lehmziegel
Korbflechten
Werkzeug


Lehmöfen
Töpferei
Feuerstätten


Zeit der ersten Sonne
Geboren auf den alten Schiffen aus den verlorenen Tiefen kannten wir um uns nur weites Meer, das immerzornig gegen die Flanken schlug, den kalten Wind, der unaufhörlich an unserer Haut zerrte, über uns nur finstere Wolkendecke, die immergrollend mit ihren Blitzen schlug. Doch fern der wankenden Welt erhob sich uns späten Kindern der Schiffsbauer der Horizont, ein grauer Baum aus den schwarzen Untiefen in die flackernden Unhöhen, sich räkelnd, langsam und gemächlich, weise und bedächtig, träumend und noch nicht erwacht. Hier war der alten Riesin ein Licht erstrahlt, ein Herz in roter Glut, das unsere Schiffe rief aus allen Meeren. Es wuchs nicht nur, da wir ihm näher kamen, brannte sich seinen Weg hinauf durch Stamm und Rinde, und entzündete die Krone. Laut schrie sie auf, als der Feuervogel sich erhob, brannte hernieder und ließ im großen Feuer Fels und Asche regnen über das hungrig Meer. Trost schenkten unserer Schiffe Bannsängerinnen dem sterbend Kind, als ihr Gesang es zurück in den Schlaf wiegte. Aus der niedergehenden Asche entstieg zögerlich das karge Land, in dessen Fels sich die Spiegel aus schwarzem Glas befanden. Als der graue Regen lag und der Bernsteinvogel durch den dunklen Schleier auf das Land blickte, wuchsen aus des Baumes Asche zahllos seine Kinder, tausendäugig und von dunkler Rinde, die Schwarzeiben, und blickten zurück.

~ Die erste Reise, Norn
Sternenkleid
·Schwarze Federn kleideten den alten Wanderer, der den Vater bezwang. Gesehen ward er auf Rabenbein stolzierend, mit acht Augen über schwarzem Schnabel blickend, und mit Vogelkrallen an sechs Armen auflesend, als er aus der falschen Höhle schritt und alle blickend Vögel aufschraken. Nicht Rabe noch Weberin verschmähten ihn seine Väter, sodass wir Schwestern ihn lehrten. Doch wob er mit unserer Kunst das Schicksal des Vogelvaters, spielte auf der großen Harfe die Echos der sterbenden Baummutter und zwang ihn in den Schlaf. Hier zerriss er den Himmelsvogel, aus seinen Federn das Sternenkleid über die Geisterpfade zu weben. Das Phoenixei aber trug er durch Geisterpforten ins Land der Schlangen im großen Meer. So ward aus dem Geist ein Gott, und schwarze Vögel kamen vom schlafenden Wald herab, um von seinem Werk zu berichten, und brachten die Saat der alten Bäume hinab ins Schlangenland.·

~ Schicksalsaugen, Erl
Traumwald
"Endlos erstreckte sich der lauernde Wald, gebrochen nur von hohem Fels und schwarzen Tümpeln. Von den steinernen Anhöhen aus zürnten stolze Greifen, in den Wurzeln wachten geduldige Weberinnen, aus dem Geäst blickten wissbegierige Aschevögel, alte Raben, und immer, wenn die Tümpel ruhten, lauerten hungrige Najaden. Doch wenn die tausendäugig Bäume schliefen, wanderten durch den lauernd Wald wir Dryaden auf unserer Erinnerung entnommen alten Pfaden, welche unsere Mutter, die wir nie sahen, uns mit ihren Wurzeln dereinst zog."

~ Geisterpfade, Ur
Wurzelwelt
"Seit dem Tag, an dem die lange Nacht began, brannte am Ende jedes unserer alten Pfade ein kaltes Feuer in den finstren Tümpeln, am Anfang aller Pfade aber der große Sternenriss, an dem die Mutter stand. So trugen auch wir auf unseren Wanderungen unser Licht zum Gestirn. Hier aber fanden wir im Wasser das tote Land, tief unter dem endlosen Wald, und in den Sternen die Pforten dorthin. Und dort sahen wir, dass ihre Wurzeln einst nicht im alten Wald endeten, sondern von deren Gipfeln und hohen Hügeln aus auch die zweite Welt durchzogen."

~ Himmelspforten, Ur
Zeit der zweiten Sonne
Bebend erbrannte das starre Land, als das Ei barst und die gläserne Erde sich zu Fluten ergoss. Die schlafenden Schlangen, einst Najaden geboren, krochen abermals durch den Schlamm, einander und Meereswesen zu verschlingen. Auch erwachte die schlafende Saat und überzog das Land mit Pflanzenwuchs, welcher Nahrung bot für Vögel des Himmels und den gehörnten Herden, die einst von unseren Schiffen den Najaden geopfert im Land der Schlangen überdauerten. All dies gedeihte unter den Schwingen des Bernsteinvogels, der abermals die Nacht entzündete und mit seinem Flug den Tag bringen sollte. Doch weckte des Vogels Schrei auch den Traumwald zwischen den Sternen, der hungrig blickte auf die Welt darunter. So stürzten die Greifen vom Himmelswald herab, ihn nie wieder zu betreten. Auch unsere Schiffe sanken auf die Welt hernieder, sie zu bevölkern mit unserart. Einzig das Schiff der Jägerin, dem sich stets alle Meere beugten, verblieb die Walde zu bereisen Tag und Nacht.

~ Das alte Land, Norn
Tiefenlicht
·Drei Städte auf ihren Reisen spenden Licht dem endlosen Schlund. Die älteste ist das Schiff der Jägerin, dem sich alle Meere beugen. Die zweite ist das hohe Licht, zu dem alle Geisterpfade führen, an dem die träumende Königin ruht. Die dritte bereist auf dem Rücken des Bernsteinvogels die Welt, so nah an seinem Feuerkleid umhüllt von gerötetem Licht. Und von beiden Seiten der trügerischen Wellen leuchten sie herab in die Tiefenwelt. Hierhin ziehen junge Miragen aus den Spiegeln, um dort in den Herzen Fremder zu erwachsen und mit ihnen in den Wald zurückzukehren. Hierhin stürzen Phantasmen aus dem Geäst, um die Geister Träumender in den Wald zu entführen und ihre Herkunft vergessen zu machen. Und hier wandern die Miasmen, ihren Schwermut über die dort Lebenden zu legen, und das Ende ihrer Pfade zu erkunden.·

~ Die gelogene Welt, Erl

Geister sind das erwachte Bewusstsein eines weltlichen Äquivalentes, etwa eines Lebewesens oder abstrakteren Konzeptes. So wie Lebewesen oft im frühen Kindesalter Erinnerungen sammeln und ein Bewusstsein entwickeln können, erwacht auch manch altem Gewässer, Gewächs, Wald oder einer Herde ein Naturgeist, sowie alten Gegenständen und Gebilden, wie Schiffen, Bögen und Städten ein Kulturgeist. Mit Art des Äquivalentes gehen für den Geist Fähigkeiten und Pflichten einher.

Das Erwachen eines Geistes geht nur langsam vonstatten, und oft erinnern sich die Geister früherer Ereignisse nur gleich einer fernen Kindheit, bruchstückhaft und an einschneidenden Momenten am klarsten. Zum Traum verlassen Geister ihr weltliches Äquivalent und streifen in der astralen Anderswelt umher, wirken mit ihrer Anwesenheit aber bereits auf die Dieswelt und können derart wahrgenommen werden.

Bei Beschädigung ihres Äquivalentes werden Geister schwächer und verenden mit dessen Zerstörung. Diesem Schicksal vermögen einige jedoch zu entkommen, indem sie sich durch Besetzen geeigneter Behältnisse oder durch Geburt eine neue sterbliche Hülle aneignen. Meist ist der Verlust des Äquivalentes jedoch ein traumatisches Ereignis, das Erinnerungen und Charakter des Bewusstseins beschädigt. Zur Wiedergeburt fähige Geister sind als Gottheiten, zur Besetzung fähige als Dämonen bekannt.

Mittjahreskind
Zu Mittwinter und Mittsommer geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Nornhexereien zu erlernen.

Drittes Auge
Ein drittes Auge auf der Stirn erlaubt Geister zu sehen.
Mehrlingskind
Als Mehrlinge geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Erlhexereien zu erlernen.

Mehrlingsleid
Starke Gefühlsregungen werden den übrigen Mehrlingen zuteil.
Mondkind
Zu einer Mondfinsternis geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Urhexereien zu erlernen.

Krallenwuchs
Mondkindern wachsen Krallen anstelle der Finger- und Zehennägel.
 .: Mystik
Bearbeitet am 26.11.2017, 01:52
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Traumweber

Allvater Himmel, der Allsehende

Dereinst kam er, der älteste aller Gottheiten, als Geist aus den Schatten, wanderte über alle Welten und führte hierbei die Arachnen und auch die Schwarzalben aus den Tiefen in das Licht des Phoenixauges und erblickte selbst zum ersten Mal das Licht. Als seine lange Reise schließlich auf dem Gipfel am Nordlicht ihr Ende fand, erhob er sich auf seinen schwarzen Schwingen in den Himmel, bezwang dort die Stürme und wob das große Sternenkleid über die Allnacht. Darin schuf er eine Welt der Träume und Visionen, die von Schlafenden, wie auch durch Meditation erreicht werden konnte, und so wurde aus dem Geist ein Gott und schwarze Vögel kamen von der Traumwelt herab, um von seinem Werk zu berichten. In jener Zeit trugen in Rabenkleider gehüllte Schamanen seine flüsternde Stimme durch die Lande.

Um auch die drei Albenvölker, die Wächter allen Lebens, in Frieden zu vereinen, beschenkte er sie mit den Runen und als der letzte Hochkönig der Schwarzalben sein Ende fand, wob er dessen verlorenes Auge als Nordstern an das Firmament.

[sec]Darstellung[/sec] Der Traumweber ist ein schwarzhaariger gefiederter Geist in dunklem Rock. Hinter seinen Haaren verborgen sieht man über dem schwarzen Rabenschnabel seine acht Augen, unter den großen Rabenflügeln, die ihm oft als Umhang dienen, sechs in Rabenklauen aufgehende Arme, mit denen er die Träume webt. Unter dem schwarzen Gewand sind manchmal auch Krähenbeine zu sehen, und oft sitzen mehräugige Raben auf seinen Schultern. So erscheint abgesehen vom Torso und seiner aufrechten Haltung nichts menschlich an ihm. In alten Darstellungen aus dem Krieg hält er mit jeder der sechs Rabenklauen einen Feindeskopf am Schopfe. In jüngeren stützt er sich bei seinen Wanderungen auf eine Lanze.

[sec]Verehrung[/sec] Als Himmels- und Sturmgottheit wird er von Hirtennomaden, aber auch von Fischern und Seefahrern verehrt. Dies drückt sich oft auch in den Rabenbooten aus, die alle Gewässer der Nordlande befahren. Weiterhin gilt er als Gott der Barden und Skalden, sowie über das heilige Thing auch als Gott der Könige und aller Fürsten, der Jarle und Thanen. Durch die Runenkunde ist der Allvater weiterhin die Gottheit der Weisen und Gelehrten, die mit der ihnen dargebrachten Schrift das Wissen bewahren. Und über die Sternkunde, die Namensstiftend ist und oft der Karthographie zugute kam, und die Traumwelt darin, ist er auch Gott der Träume, der Weisung und der Voraussehung. Ebenso gilt er als Schutzpatron der Wandernden und Reisenden.

Da das Eislandreich und auch dessen Hauptstadt hauptsächlich an der Küste liegen, wurde er so zur Hauptgottheit ihres Kultes. Weiterhin gilt er auch den Schwarzalben als Hauptgottheit, deren Hochkönige ihm zu Ehren die sagenhafte Festung Nordlicht errichteten, die nun unter dem Nordstern steht. Ihnen gilt er auch als Gott der Nacht, die an der Oberfläche lebende Zwerge an die Heimat in der Unterwelt erinnert. Aber auch unter den übrigen Nordlandmenschen, den Albenvölkern und den Kindern der Wälder ist der Allvater hoch angesehen.

[sec]Kult[/sec] Viele der dreiäugigen Hexer und Seher des Traumwebers, die als Rabenflüsterer und Runenseher bekannt sind, wandern unbehelligt durch die Nordlande, können dort die Gastfreundschaft der Menschen erwarten und werden in Zeiten der Not aufgesucht. Nicht wenige beraten hierbei verschiedenste Regenten des Eislandreiches und der Nordstämme. Die meisten unter ihnen sind jedoch rastlos und reisen oftmals bis zum Rande der Welt, manchmal auch darüber hinaus. Fern der Nordlande sind sie in vielen Gegenden jedoch als schadbringende Hexer und Hexen verschrien und werden aufgrund ihres dritten Auges gefürchtet und verfolgt.

Im Dienste des Allvaters ergründen seine Anhänger die Traumwelt und versuchen die ihnen gewährten Einblicke in die Wirklichkeit zu deuten. So empfangen sie seine Träume, die manches mal deutlich, oft aber auch verwirrend sind und erleben beizeiten Visionen, die von der Vergangenheit oder der Zukunft des Ortes oder der Gegenstände berichten, mit denen sie in Kontakt geraten. So stellen sie stets Fragen und versuchen die ihnen gewährten Bilder lebendig zu halten und die Zeichen und Symbole zu deuten. Über die Jahre lernen sie hierbei nicht zuletzt über die Meditation vor allem ihr eigenes Wesen zu verstehen und erlangen schließlich die Weisheit, für die sie so hoch angesehen sind.
    Zurückgezogen und in Stille,
    frei, von Körper und Gedanken,
    losgelöst, dem Leib, der Welt entfließen,
    auf schwarzen Schwingen ihr entfliegen,
    den Winden folgen, hinauf zwischen die Träume,
    hoch zu den Sternen, in den Wald tief finsterer Bäume,
    dort wo das Thing der Götter steht.
    Suchend. Reisend. Stille. Wind. Ein Flüstern. Und dann krähten die Raben.
Da er dereinst die großen Sturmfluten bezwang, ist er nun auch die Hauptgottheit der Kinder des Windes. Naturschamanen, die, mit der Seehexerei im Blute geboren, oft gebrandmarkt und verstoßen wurden. Durch diese Ächtung soll eine Verbreitung dieses Blutes unterbunden werden. Die Kinder des Windes leben oftmals in kleinen Gruppen als Nomaden der Nordlande, lernen von den älteren ihre Hexerei zu kontrollieren und lehren sie einzig den Traumsehern, denn der Einfluss des Allvaters verhindert, dass auch deren Blut vergiftet wird. Ansonsten zurückgezogen genießen sie den Regen, lauschen dem Wind und warten darauf, des Traumwebers flüsternde Stimme darin zu vernehmen.

[sec]Niedere Gottheiten[/sec] Mit dem Traumweberkult finden auch die Hütergottheiten Verehrung. Überall im Norden, den alten Landen, stehen sie, die alten Schwarzeiben, und wachen mit unzähligen Augen über die Pforten zu den astralen Welten. Sie gelten als heilige Stätten für Riten und Ehrdarbietung und werden von den Hexen und Hexern mit Runen und Federschmuck versehen, und mit den Runen steigt auch ihre Macht, mit der sie wundersames zu vollbringen vermögen. Die älteste aller Schwarzeiben wurde einst vom Allvater in die Traumwelt erhoben, wo sie nun gemeinsam mit dem Nordstern am großen Allthing der Götter steht und mit tausenden Augen darüber wacht.

[sec]Geister und Jenseitsversprechung[/sec] Die Priester des Traumwebers erfahren mit der letzten seiner Metamorphosen eine Naturgeistwerdung und steigen in die Unsterblichkeit auf. So werden aus den männlichen Priestern Traumbringer, Engel mit mächtigen, schwarz gefiederten Schwingen, die aus den Schatten hervorkommen, um oftmals die bereits Schlafenden aufzusuchen. Ihnen flüstern sie heilige albische Formeln ins Ohr, die ihre Seelen in die Welt der Träume zu entführen vermögen und oft kleiden sie sich in Benommenheit, Müdigkeit und Schlaf. Aus den weiblichen Priesterinnen hingegen werden die Traumtöchter. Sie sind Geister der magischen Runen und ziehen durch die Welt, um den Träumenden oder Meditierenden Visionen zu bereiten. Sie alle sind Naturgeister im Dienste des Allvaters, von allen vorigen Metamorphosen gezeichnet und bereisen oftmals selbst die Traumwelt zwischen den Sternen und damit die Träume aller Lebenden.

[sec]Präsenz[/sec] Mannigfaltig sind jene, die sich ihm verschworen haben, seinem Wesen gewahr. In meditativem Gebet versunken lauschen sie den Winden, denn der Sturmriesen Atem trägt auch die flüsternde Stimme des Traumwebers mit sich fort, einen albischen Segen aus unergründlicher Ferne. In wolkenlosen Nächten beten sie zu den Sternen, die ihnen den Weg weisen sollen und in ihren Träumen suchen sie nach Antworten und Visionen. Aber auch die heiligen Raben sind ein Zeichen seiner Präsenz. So gilt ihr wacher Blick, ihr lockender Ruf, ihr warnender Schrei auch als der seine.

Zuletzt glaubt man ihn auch in der Finsternis, in Schatten und der Dunkelheit zu spüren. Sei es draußen in der Nacht, tief in der Unterwelt oder selbst wenn man benommen ist und dumpfe Schwärze den eigenen Geist überkommt, dort wo man sich bewusstlos, unerreichbar, einsam wähnt, das ein Gefühl auflodert und dann zur Furcht erwächst, dass etwas dort im Dunkeln ist und man doch nie alleine war. So fürchten vor allem Abtrünnige ihn, wenn sie des nächtens durch die Lande streifen, und wenn ihnen auch durch diesen Gott kein Leid widerfährt, so ist es doch ihr Fluch.

Als der große Krieg über das Land hereinbrach, zogen auch die Götter an Seite der Alben in die Schlacht. In physischer Gestalt führten sie damals die großen Heere über die Lande und auch Flotten über die Meere. Nun, da der Krieg schon vor langem sein Ende fand, wandert der Allvater wieder in astraler Gestalt über die Lande und wird zu wichtigen Ereignissen von den Sehern erblickt. So wohnt er den Geburten dreiäugiger Kinder bei und legt mit einer Geste seinen Segen über sie. Doch auch wenn eines seiner Hexenwesen verendet, steht er da, zunächst als Omen in weiter Ferne, zum letzten Augenblick jedoch, da reicht er ihnen die Hand. Nie aber wird Sprache aus seinem Munde vernommen, denn einzig der Wind trägt seine Stimme. Der Blick des Wanderers gilt schon als Segen, seine Präsenz als Omen wichtiger Geschichte, zu deren Betrachtung er sich zu diesem Ort begab. Doch zur Wintersonnenwende, zum großen Allthing, steigt er in jedem Jahr wieder hinauf und trohnt hoch oben über dem Nordstern, der umso heller scheint in dieser schwarzen Nacht.

[sec]Heiligtümer[/sec] Fern der Traumwelt ist die zwergische Sagenburg Nordlicht das größte je errichtete Bauwerk ihm zu Ehren. Dort wo er sich in die Allnacht erhob, den Himmel bezwang, das Sternenkleid wob und die Welt der Träume schuf, dort wo der Geist zur Gottheit wurd, ließ der erste Hochkönig der Schwarzalben die Burg der sieben Reiche entstehen. Aber auch der Traumweber gedachte dieser Tat und nun leuchtet der Nordstern, das verlorene Auge des letzten Hochkönigs, über ihr.

Überall in den Nordlanden stehen, oftmals auf hohen Hügeln oder in Hainen, weiterhin die heiligen Thingstätten, mit Runen und Symbolen gezierte Steinkreise, die nach den Sternen weisen. Dort treffen sich die Fürsten der großen Stämme mit allen Waffen tragenden Männern und Frauen, die ihnen die Treue gelobten, um dort die Geschicke ihres Stammes zu beraten, über die Angeklagten zu richten, weitere in ihre Runde aufzunehmen oder gar ihr Stammesoberhaupt abzusetzen und ein neues zu erwählen. Man versammelt sich oft zum Vollmond, wenn Ereignisse es erfordern aber auch kurzfristig zum Thing. In jedem Fall wird von den Angehörigen der Versammlung eine Einladung an die übrigen weitergereicht. Oftmals findet die dem Allvater geweihte Versammlung unter Weisung eines Priesters statt. Der Gebrauch von Waffen ist während dieser verboten.

Vereinzelt stehen überall in den Nordlanden auch die mythischen Schwarzeiben, die Hütergottheiten und heiligen Bäume des Allvaters. Sie werden oftmals in seinem Namen geweiht und zu Riten und zum Gebet aufgesucht. So sind viele von ihnen mit Schnüren und Rabenfedern behangen, sowie mit sämtlichen Schutzrunen überzogen. Im Laufe der Jahre öffnen sich in den Spalten der dunklen Rinde dieser Bäume immer mehr Augen, die geradezu müde in die Welt hinaus blicken. Auch Gegenstände aus dem Holz dieser Bäume gelten, sofern sie es selbst hergaben, als heilig. Oft nisten die Raben in dem Geäst und auch die Engel des Traumwebers sollen darin landen und die Traumtöchter in dunklen Nächten darum tanzen. So manches mal meditieren Traumseher an diesen Orten oder schlafen zwischen den Wurzeln dieser Bäume.

Zuletzt gereichen den Priestern oft auch sämtliche Orte, die mit den heiligen Runen des Allvaters geschmückt sind, zur Andacht.

[sec]Weltenfall[/sec] Zum Ende der Welt wird die Sturmschlange, die sich so lang am Meeresgrund vor dem Allvater verbarg, wieder emporsteigen und in der Schlacht werden große Fluten über die Welt hereinbrechen. Zuletzt, so heißt es, werden schließlich die großen Sterne vom Himmel fallen.

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