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Seevölkerinseln Nördliche Seevölkerinseln Sommerweiden Eislandbucht Erlmoorland Erlwasser Windlandsteppen Obsidiankap Wisperwälder Grimbergküste Grimwälder Phoenixküste Regeninseln Nordnornküste Nornbergküste Ostwindlinge Donnersteppen Grimwasser Phoenixwasser Donnerhallberge Weststromland Gefrorenes Land Donnerküste Polare Eisdecke und Packeis Die Landschaft ist reich an steinigem Hügelland und großem Fels, der aus der Erde bricht und jeden Donnerschlag laut erhallen lässt. Eher schwach bewaldet sind es zunächst lose Baumgruppen, die gigantische Ausmaße annehmen. Oft kommen schwere Nebel von den Bergen, die von großen Stürmen abgelöst werden, bis die Sonne wieder durch die dunkle Wolkendecke bricht.

Frühjahr
Durch das immer länger scheinende Licht der Sonne erwachen die Waldgottheiten aus ihrem Schlaf und lassen die Pflanzen neu erblühen. Die ersten Tierherden wandern wieder nach Norden, wo das Nahrungsangebot nun reichhaltiger ist.
Sommer
Durch Schmelzen von Schnee und Eis führen vor allem der große Gletscherfluss, aber auch andere Gewässer starke Strömungen und höhere Wasserpegel. Zusammen mit auftauenden Böden führt dies zu weitreichenden Versumpfungen und Überschwemmungen, die auch noch viele Ortschaften weit fern der Flussufer treffen. Die großen Tierherden sind alle in den Norden zurückgekehrt.
Sommersonnenwende
In der Sonnenwendnacht, der kürzesten des Jahres, können Geister auch von Sterblichen erblickt werden. An manchen Stellen zeigen sich zu dieser heiligen Zeit auch Orte der Geisterwelt.
Herbst
Während die Gewässer zurücktreten, erblühen und reifen viele Kräuter und Früchte. Die ersten Tierherden wandern zu dieser Zeit nach Süden. Die großen Hirsche tragen zu dieser Zeit mächtige Geweihe und streiten um das Vorrecht eine Herde zu führen.
Winter
Während die Pässe in den Hochgebirgen zunehmend unbegehbar werden, legen sich die Waldgottheiten und Waldgeister schlafen, wodurch auch die Pflanzen in den Schlaf fallen. Die großen Tierherden sind alle im Süden angekommen und die großen Hirsche werfen ihr Geweih ab.
Wintersonnenwende
Zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres, tobt in den hohen Bergen die wilde Jagd der Jagdgottheiten. In dieser Nacht werden Opfergaben dargebracht, um sie zu besänftigen.

Polare Steppen und Sommerweiden

Die schwach bewaldeten Eislande, die südlichen Mondbergtäler und Windlande, in welchen auch im Sommer noch Schnee liegt, sind in der Sommerzeit reich an Gräsern, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Farnen, Flechten und Blumen. Im Winter ist die kleinwüchsige Vegetation jedoch tief eingeschneit, sodass ein großer Teil der dort heimischen Fauna gefolgt von großen Raubtieren in den Süden wandert, um zum Sommer wieder die Wanderung nach Norden anzutreten.
2 m
3 t

Wollnashorn

Wollnashörner sind Pflanzenfresser, die hoch im Norden leben und sich von den Gräsern und Sträuchern der Steppen ernähren. Sie besitzen kein gutes Sehvermögen und sind so leicht aufzuschrecken, worauf sie stets in den Angriff übergehen. Unter ihrem braunen Fell verbringen sie auch die Winterzeit im hohen Norden und leben für eine Weile von ihren Fettreserven.



1,7 m
1 t

Düsterbär

Aufgerichtet 3,4 m hoch sind Kurznasenbären die größten aller Raubtiere und halten keinen Winterschlaf. Aufgrund der langen Gliedmaßen sind sie zudem ein schneller Läufer, der Rinder, Hirsche und Wildpferde erlegt, auch größere Tiere attackiert und selbst anderen Raubtieren ihre Beute erfolgreich streitig macht.



1,7 m
700 kg

Buschochse

Buschochsen leben in den Tiefebenen und Flusstälern und ernähren sie sich von Sträuchern, Birken, Weiden, Kräutern, Flechten und Moosen.



1,5 m
350 kg

Höhlenlöwe

Höhlenlöwen sind die größten Raubkatzen. Sie sind zumeist Einzelgänger und jagen in den Steppen Hirsche, Rentier, Pferde oder Humanoide. Doch vor allem ihr Gebrüll, mit welchem sie ihre Territorien abstecken, wird weit über die Lande vernommen. Höhlenlöwen leben vor allem nahe den hohen Gebirgszügen im Norden.



1 m
100 kg

Hyäne

Hyänen leben in Höhlen und Bauten, in denen sie auch ihren Nachwuchs aufziehen.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.



Nordwälder

Tief in den gewaltigen Wäldern wachsen die Bäume hoch und sind Jahrtausende alt. Es sind unheimliche Orte, die kaum Tageslicht zulassen und nach nur wenigen Minuten die Orientierung rauben. Neben den zahlreichen Nadelbäumen haben es auch einige Laubbaumarten wie die Birke, Erle und Weide geschafft in unwirtlichen Gegenden zu überdauern.
3,4 m
6 t

Mastodon

Mastodonten sind kleiner als Mammuts, jedoch etwas länger als ihre Verwandten. Ihre Stoßzähne sind flacher nach oben gebogen. Sie leben in Wäldern westlich des großen Stroms und ernähren sich von Laub und Zweigen, wodurch sie zum Jahreszeitenwechsel nicht auf lange Wanderschaften angewiesen sind.



2 m
1 t

Auerochse

Auerochsen sind eher in Wäldern beheimatet und speisen dort vom Laub und den Sträuchern. Rinder sind ungemein ausdauernd und wehrhaft.



1,7 m
1 t

Höhlenbär

Höhlenbären sind Einzelgänger und aufgerichtet bis zu 3,4 m hoch. In Laubwäldern beheimatet ist hält der Höhlenbär Winterschlaf und ernährt sich vorwiegend von Pflanzen. Ein einziger Tatzenschlag oder Biss erweist sich für Humanoide als tödlich.



2,3 m
800 kg

Elch

Mit ihren langen Beinen vermögen die einzelgängerischen Elche Wölfen und Bären durchs Unterholz zu entkommen. Ihr kräftiger Rumpf speichert im Sommer angefressenen Fettvorrat, um den langen Winter zu kompensieren. Im Winter finden sie sich in lose Gruppen zusammen. Die Huftritte von Elchen sind tödlich und kaum abzuwehren.



1,7 m
500 kg

Düsterkeiler

Düsterkeiler sind gewaltige Wildschweine mit vier Hauern. Die Weibchen und ihr Nachwuchs leben meist in den Wäldern in Rotten beisammen und verlassen diese auch im Winter nicht, während welcher sie sich besonders gegen ebenfalls im Norden verbliebene Wölfe, Löwen und Bären wehren müssen. Keiler hingegen werden zunehmend zu Einzelgängern.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.


Steppenwanderer

Die großen Steppen der Weststromlande und Nordlandtundra werden vor allem von grasenden Zugtieren durchquert, die zum Frühjahr und Herbst in großen Herden und Stampeden wandern. Die hier gelisteten Tiere befinden sich im Sommer in den nördlichen Ebenen, und im Winter wiederum in den südlichen Ebenen. Trotz hohen Hügeln und Fels, Flussland, Tümpeln und Sümpfen kann man meist weit über das Land blicken und in weiter Ferne die Züge hoher Berge ausmachen. Mit nur wenigen kleineren Baumgruppen ist die Flora reich an Gräsern, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Farnen, Flechten und Blumen.

3,8 m
6 t

Mammut

Einer Leitkuh folgend bilden Mammutkühe mit den Jungtieren Herden, die jedoch auseinandergehen, wenn die Nahrung knapp wird. Zum Winter gewachsenes Fell verlieren sie im Sommer wieder. Nach 60 bis 70 Jahren sind Mammutzähne derart abgenutzt, dass sie in sumpfigeren Gebieten nach weicher Nahrung suchen, dort verenden und Mammutfriedhöfe begründen.



2 m
1 t

Bison

Bisons und Wisents ernähren sich von den Gräsern der Steppen und wandern zum Winter in den Süden, um zum Sommer hin wieder in den Norden zurückzukehren. Rinder sind ungemein ausdauernd und wehrhaft.



2,1 m
600 kg

Riesenhirsch

Geweihe männlicher Riesenhirsche spannen bis zu 4 m, wiegen bis zu 50 kg und werden mit dem Ende der Brunft zu Winteranbruch abgeworfen. Hirsche leben in von einem Männchen geführten Herden in den Steppen. Gehörnte Hirsche meiden die Wälder aufgrund der Gefahr sich mit dem Geweih darin zu verfangen.



1,2 m
300 kg

Säbelzahn

Die meisten Säbelzahnkatzen jagen in von einem Männchen geführten Rudeln. In Pirsch- und Treibjagd sind Rinder oder Jungtiere von Wollnashörnern, Mammuts und Mastodonten übliche Beute. Aufgrund der Säbelzähne ist es ihnen nicht möglich Beute vollständig zu verzehren, sodass sie stets Aas für andere Raubtiere lassen.



1,4 m
270 kg

Gnu

Gnus leben in großen Herden im offenen Grasland.



1,4 m
200 kg

Rentier

Rentiere sind Herdentiere, die sich von den Gräsern der Steppen ernähren und mit den großen Herden wandern. Sie sind dunkelgrau gefärbt, tragen eine hellgraue Mähne und ganzjährig sowie geschlechtsunabhängig ein Geweih.



1,4 m
200 kg

Pferd

Wildpferde sind Herdentiere, die sich von den Gräsern der Steppen ernähren und mit den großen Herden wandern. Sie tragen eine gelbrötliche Fellfärbung mit hellen Flanken und eine aufrecht stehende Mähne.



1 m
80 kg

Düsterwolf

Düsterwölfe sind große und kräftig gebaute Wölfe mit kurzen Beinen. Sie leben in Rudeln von bis zu 30 Tieren, die von einem Rüden geführt werden und sind selbst gegenüber Artgenossen aggressiv. Zu den großen Wanderungen folgen sie den Herden, unter welchen vor allem Rinder erlegt werden.



Südland

Auch in den gewaltigen Wäldern im Süden wachsen die Bäume hoch und sind Jahrtausende alt. Und auch dies sind unheimliche Orte, die kaum Tageslicht zulassen und nach nur wenigen Minuten die Orientierung rauben, während zugleich die Vegetation am Boden jedes Vorankommen erschwert.

In den weiten Graslanden befinden sich zur Winterzeit die großen Herden des Nordens. Aber auch im Sommer ist hier eine reichhaltige Tierwelt anzutreffen.
4 m
12 t

Südelefant

Hauerelefantenbullen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 4 m und ein Gewicht von bis zu 12 t, während Kühe bis zu 3 m hoch werden und 6 t erreichen. Sie leben in den Wäldern des Südens



6 m
6 t

Faultier

Riesenfaultiere bewegen sich überwiegend vierfüßig fort, können sich jedoch auch auf die Hinterbeine aufrichten, um im Geäst von Bäumen Nahrung zu suchen. Nachtaktiv leben sie in den sumpfigen Wäldern des Südens, wo sie sich von Pflanzen und Tieren ernähren und auch manchen erfahrenen Jäger töten.



1,5 m
1,5 t

Pfeilzahn

Die Augen und Nüstern der Pfeilzähne liegen hoch am Kopf, sodass sie halb-aquatisch leben können. Sie verbringen den Großteil des Tages im Wasser und gehen in der Nacht für die Nahrungssuche an Land.




7 m lang
1 t

Waran

Als Lauerjäger fallen Warane ihre Beute aus dem Hinterhalt an und ernähren sich auch von Aas. Von ihnen gebissene Beutetiere sterben nach kurzer Zeit am Gift und können schließlich von den Waranen gewittert und gefunden werden.



1,8 m
1 t

Langhals

Langhälse mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,8 m leben in den Savannen und Feuchtgebieten des Südens und ernähren sich von Laub wie auch Gras.



3 m
400 kg

Waldbestie

Rindergiraffen gelten als große und robuste Verwandte von Antilopenartigen Huftieren, die ebenfalls im Süden beheimatet sind.



1,1 m
350 kg

Wildschwein

Wildschweine leben meist in den Wäldern in Rotten beisammen und verlassen diese auch im Winter nicht, während welcher sie sich besonders gegen ebenfalls im Norden verbliebene Grauwölfe, Höhlenlöwen und Kurznasenbären erwehren müssen.



6 m lang
1 t

Krokodil

Krokodile erreichen meist 5 m und 250 kg, wachsen jedoch ihr gesamtes Leben lang und können so größer werden. Sie springen aus dem Wasser und ertränken ihre Beute oder drehen sich um ihre eigene Achse, um sie von den Beinen zu reißen, tauchen eine Stunde und kommen ein Jahr ohne Nahrung aus. Im Süßwasser beheimatet überqueren sie auch die Meere.



1,1 m
260 kg

Tiger

Tiger sind nachtaktiv und verbergen sich zur Pirsch in dichtem Pflanzenwuchs am Boden.



1,2 m
230 kg

Löwe

Löwen leben in ihren Rudeln in den offenen Steppen des Südens von der West- bis zur Ostküste.



0,6 m
210 kg

Jaguar

Jaguare leben in den Wäldern. Sie können hervorragend klettern und Töten ihre Beute mit einem Sprung.



2,5 m
200 kg

Riesenbiber

Riesenbiber erreichen Längen von über 2,5 Metern und leben großteils im Wasser, wo sie auch ihre Heime bauen.



1,9 m
770 kg

Hirsch

Schulterhöhen von Hirschen variieren je nach Art zwischen 30 und 190 cm, im Gewicht zwischen 6 und 770 kg. Die meisten leben in Gruppen beisammen.




1 m
150 kg

Schaf / Ziege

Ziegen erreichen eine Schulterhöhe von 1 m und ein Gewicht von 150 kg.

Mufflon-Schafe erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm und ein Gewicht von 50 kg.



1 m
100 kg

Hyäne

Hyänen leben in Höhlen und Bauten, in denen sie auch ihren Nachwuchs aufziehen.



0,8 m
60 kg

Grauwolf

Gemeine Wolfsrudel mit 4 bis 15 Tieren jagen vorwiegend Rentier, Wildschweine und kleinere Tierarten, können aber nach tagelangem Ringen auch ein Rind erlegen. Da ihre Beutetiere nicht mit den Herden wandern, verbleiben auch sie oft in den Bergen.
Vor allem in Vollmondnächten hallt ihr Geheul über die Lande.



0,7 m
70 kg

Gazelle

Saigas erreichen eine Schulterhöhe von 70 cm und ein Gewicht von 70 kg, Gazellen erreichen eine Schulterhöhe von 80 cm und ein Gewicht von 40 kg. Sie leben in flachen, weiten Steppen in Herden von bis zu 40 Tieren beisammen, bilden zu den Jahreswanderungen aber auch Wanderherden mit Tausenden Tieren.



3 m
20 kg

Rock

Riesenadler können bis zu 20 kg wiegen und haben eine Spannweite von 3 m. Manchmal verschleppen sie auch Humanoide als Beute.



Binnenfisch

6 m
2 t

Wanderfisch

Die großen Wanderfische, der Stör, Lachs und die Forelle, leben im Meer, schwimmen zum Laichen jedoch die Flüsse hinauf. Der Stör ist im Frühjahr, Lachse und Forellen im Winter auch im Inland anzutreffen. Störe werden 6 m lang, 2 t schwer und 100 Jahre alt, Lachse 1,5 m lang und 20 kg schwer und Forellen 1,4 m lang und 50 kg schwer.



3 m
100 kg

Standfisch

Die großen Standfische, der Wels und der Hecht, leben in Ufernähe am Gewässerboden. Welse werden 3 bis 4 m lang und 40 bis 150 kg schwer, wobei kürzere mehr Masse aufweisen. Bei Bedrohung wehren sie sich mit kräftigen Bissen. Hechte werden 1,5 m lang und 20 kg schwer und sind als bissige Raubfische bekannt, die ein kurzes, gewaltsames Leben führen, während Welse sehr alt werden.

Schiffsbau
Langboot
Bootsbau


Arachnenseide
Weben


Schuppenkleid
Knochennadel
Handspindel, Ahle
Tangbekleidung


Reiterei
Oreichalkos
Rauchgerbung
Hirngerbung
Unterseegerbung


Speichenrad
Holzrad
Schlitten
Schleife


Bronzeguss
Holzverarbeitung
Verbundwerkzeug
Kaltlandwerk


Zyklopenmauern
Keramikglasur
Kupferguss
Elementarmetalle


Felsenheim
Steinbruch
Megalithbauwerke
Steinverarbeitung
Steinschmiede


Ziegelbrennerei
Stampflehmbau
Lehmziegel
Korbflechten
Werkzeug


Lehmöfen
Töpferei
Feuerstätten


Zeit der ersten Sonne
Geboren auf den alten Schiffen aus den verlorenen Tiefen kannten wir um uns nur weites Meer, das immerzornig gegen die Flanken schlug, den kalten Wind, der unaufhörlich an unserer Haut zerrte, über uns nur finstere Wolkendecke, die immergrollend mit ihren Blitzen schlug. Doch fern der wankenden Welt erhob sich uns späten Kindern der Schiffsbauer der Horizont, ein grauer Baum aus den schwarzen Untiefen in die flackernden Unhöhen, sich räkelnd, langsam und gemächlich, weise und bedächtig, träumend und noch nicht erwacht. Hier war der alten Riesin ein Licht erstrahlt, ein Herz in roter Glut, das unsere Schiffe rief aus allen Meeren. Es wuchs nicht nur, da wir ihm näher kamen, brannte sich seinen Weg hinauf durch Stamm und Rinde, und entzündete die Krone. Laut schrie sie auf, als der Feuervogel sich erhob, brannte hernieder und ließ im großen Feuer Fels und Asche regnen über das hungrig Meer. Trost schenkten unserer Schiffe Bannsängerinnen dem sterbend Kind, als ihr Gesang es zurück in den Schlaf wiegte. Aus der niedergehenden Asche entstieg zögerlich das karge Land, in dessen Fels sich die Spiegel aus schwarzem Glas befanden. Als der graue Regen lag und der Bernsteinvogel durch den dunklen Schleier auf das Land blickte, wuchsen aus des Baumes Asche zahllos seine Kinder, tausendäugig und von dunkler Rinde, die Schwarzeiben, und blickten zurück.

~ Die erste Reise, Norn
Sternenkleid
·Schwarze Federn kleideten den alten Wanderer, der den Vater bezwang. Gesehen ward er auf Rabenbein stolzierend, mit acht Augen über schwarzem Schnabel blickend, und mit Vogelkrallen an sechs Armen auflesend, als er aus der falschen Höhle schritt und alle blickend Vögel aufschraken. Nicht Rabe noch Weberin verschmähten ihn seine Väter, sodass wir Schwestern ihn lehrten. Doch wob er mit unserer Kunst das Schicksal des Vogelvaters, spielte auf der großen Harfe die Echos der sterbenden Baummutter und zwang ihn in den Schlaf. Hier zerriss er den Himmelsvogel, aus seinen Federn das Sternenkleid über die Geisterpfade zu weben. Das Phoenixei aber trug er durch Geisterpforten ins Land der Schlangen im großen Meer. So ward aus dem Geist ein Gott, und schwarze Vögel kamen vom schlafenden Wald herab, um von seinem Werk zu berichten, und brachten die Saat der alten Bäume hinab ins Schlangenland.·

~ Schicksalsaugen, Erl
Traumwald
"Endlos erstreckte sich der lauernde Wald, gebrochen nur von hohem Fels und schwarzen Tümpeln. Von den steinernen Anhöhen aus zürnten stolze Greifen, in den Wurzeln wachten geduldige Weberinnen, aus dem Geäst blickten wissbegierige Aschevögel, alte Raben, und immer, wenn die Tümpel ruhten, lauerten hungrige Najaden. Doch wenn die tausendäugig Bäume schliefen, wanderten durch den lauernd Wald wir Dryaden auf unserer Erinnerung entnommen alten Pfaden, welche unsere Mutter, die wir nie sahen, uns mit ihren Wurzeln dereinst zog."

~ Geisterpfade, Ur
Wurzelwelt
"Seit dem Tag, an dem die lange Nacht began, brannte am Ende jedes unserer alten Pfade ein kaltes Feuer in den finstren Tümpeln, am Anfang aller Pfade aber der große Sternenriss, an dem die Mutter stand. So trugen auch wir auf unseren Wanderungen unser Licht zum Gestirn. Hier aber fanden wir im Wasser das tote Land, tief unter dem endlosen Wald, und in den Sternen die Pforten dorthin. Und dort sahen wir, dass ihre Wurzeln einst nicht im alten Wald endeten, sondern von deren Gipfeln und hohen Hügeln aus auch die zweite Welt durchzogen."

~ Himmelspforten, Ur
Zeit der zweiten Sonne
Bebend erbrannte das starre Land, als das Ei barst und die gläserne Erde sich zu Fluten ergoss. Die schlafenden Schlangen, einst Najaden geboren, krochen abermals durch den Schlamm, einander und Meereswesen zu verschlingen. Auch erwachte die schlafende Saat und überzog das Land mit Pflanzenwuchs, welcher Nahrung bot für Vögel des Himmels und den gehörnten Herden, die einst von unseren Schiffen den Najaden geopfert im Land der Schlangen überdauerten. All dies gedeihte unter den Schwingen des Bernsteinvogels, der abermals die Nacht entzündete und mit seinem Flug den Tag bringen sollte. Doch weckte des Vogels Schrei auch den Traumwald zwischen den Sternen, der hungrig blickte auf die Welt darunter. So stürzten die Greifen vom Himmelswald herab, ihn nie wieder zu betreten. Auch unsere Schiffe sanken auf die Welt hernieder, sie zu bevölkern mit unserart. Einzig das Schiff der Jägerin, dem sich stets alle Meere beugten, verblieb die Walde zu bereisen Tag und Nacht.

~ Das alte Land, Norn
Tiefenlicht
·Drei Städte auf ihren Reisen spenden Licht dem endlosen Schlund. Die älteste ist das Schiff der Jägerin, dem sich alle Meere beugen. Die zweite ist das hohe Licht, zu dem alle Geisterpfade führen, an dem die träumende Königin ruht. Die dritte bereist auf dem Rücken des Bernsteinvogels die Welt, so nah an seinem Feuerkleid umhüllt von gerötetem Licht. Und von beiden Seiten der trügerischen Wellen leuchten sie herab in die Tiefenwelt. Hierhin ziehen junge Miragen aus den Spiegeln, um dort in den Herzen Fremder zu erwachsen und mit ihnen in den Wald zurückzukehren. Hierhin stürzen Phantasmen aus dem Geäst, um die Geister Träumender in den Wald zu entführen und ihre Herkunft vergessen zu machen. Und hier wandern die Miasmen, ihren Schwermut über die dort Lebenden zu legen, und das Ende ihrer Pfade zu erkunden.·

~ Die gelogene Welt, Erl

Geister sind das erwachte Bewusstsein eines weltlichen Äquivalentes, etwa eines Lebewesens oder abstrakteren Konzeptes. So wie Lebewesen oft im frühen Kindesalter Erinnerungen sammeln und ein Bewusstsein entwickeln können, erwacht auch manch altem Gewässer, Gewächs, Wald oder einer Herde ein Naturgeist, sowie alten Gegenständen und Gebilden, wie Schiffen, Bögen und Städten ein Kulturgeist. Mit Art des Äquivalentes gehen für den Geist Fähigkeiten und Pflichten einher.

Das Erwachen eines Geistes geht nur langsam vonstatten, und oft erinnern sich die Geister früherer Ereignisse nur gleich einer fernen Kindheit, bruchstückhaft und an einschneidenden Momenten am klarsten. Zum Traum verlassen Geister ihr weltliches Äquivalent und streifen in der astralen Anderswelt umher, wirken mit ihrer Anwesenheit aber bereits auf die Dieswelt und können derart wahrgenommen werden.

Bei Beschädigung ihres Äquivalentes werden Geister schwächer und verenden mit dessen Zerstörung. Diesem Schicksal vermögen einige jedoch zu entkommen, indem sie sich durch Besetzen geeigneter Behältnisse oder durch Geburt eine neue sterbliche Hülle aneignen. Meist ist der Verlust des Äquivalentes jedoch ein traumatisches Ereignis, das Erinnerungen und Charakter des Bewusstseins beschädigt. Zur Wiedergeburt fähige Geister sind als Gottheiten, zur Besetzung fähige als Dämonen bekannt.

Mittjahreskind
Zu Mittwinter und Mittsommer geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Nornhexereien zu erlernen.

Drittes Auge
Ein drittes Auge auf der Stirn erlaubt Geister zu sehen.
Mehrlingskind
Als Mehrlinge geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Erlhexereien zu erlernen.

Mehrlingsleid
Starke Gefühlsregungen werden den übrigen Mehrlingen zuteil.
Mondkind
Zu einer Mondfinsternis geborene Kinder haben eine natürliche Begabung Urhexereien zu erlernen.

Krallenwuchs
Mondkindern wachsen Krallen anstelle der Finger- und Zehennägel.
 .: Charaktere
Bearbeitet am 03.06.2016, 06:34
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« Eru »

Die sterblich Kinder der Naturgeister und alten Götter, dereinst erkoren über die Schöpfung auf Erden zu wachen, sehnten sich nach Rückkehr zu ihren Eltern. Das zweite aller Völker ist getrieben vom Glauben an das Schicksal und seine Rolle in dessen Erfüllung.
Stammesvölker berufen sich sippenübergreifend auf gemeinsame Ahnen. Gemeinsam tragen sie Feste aus, unterhalten Kultstätten und streiten zusammen, haben jedoch ein strengeres Eherecht, in welchem Vermählungen außerhalb des Stammes verpönt sind.
Albisch ist die Runensprache der Alben, Naturgeister und alten Götter, sowie Hexenzunge der astralen Hexerei. Den Runenvölkern war es einst vergönnt zu den mächtigsten aller Zivilisationen aufzusteigen, und so ist die Runenschriftkunde hoch angesehen.
Norn ist die Schicksalssprache der drei vogelköpfigen Weisen aus der Zeit vor der Sinflut, sowie Hexensprache der arkanen Hexerei. Die meisten Tiermenschen sprechen Norn, so auch etwa mit Ausnahme von Tauren und Nixen alle Wildhäupter und Wildsporen.
Jäger erlegen Huftier- und Kleinwild mit Bögen, Wurfspeeren, Spießen und anderen Wurfwaffen sowie der Ausdauerjagd. Die Spitzen ihrer Waffen bestehen zumeist aus Knochen oder Horn, selten aus Feuerstein oder Metallen.
Großwildjäger fertigen Lanzenspitzen aus scharfkantigem Stein und durchdringen damit die dicke Haut wehrhaften Großwildes. Verursachen solche Klingen bereits bei leichter Berührung blutende Schnitte, zerspringen sie hingegen bei Auftreffen auf harten Fels.
Sammler werden nur solche genannt, deren Ernährung zu einem großen Teil aus auffindbaren Pflanzen besteht. Beinahe alle Völker ernähren sich zusätzlich zu ihren Hauptnahrungsquellen von auffindbarer Nahrung.
Waldhexerei ist die heilige Magie der Allmutter. Neben der Waldkunde ist auch der Schamanismus weit verbreitet.
Dieser Charakter bereist das Land mit festem Ziel vor Aug'.

Eru ward vor 23 Jahren als Tochter der Ljosalfar von Gwynns Stamme geboren und fand nach einer Kindheit fern der Heimat zu ihrem neunzehnten Lebensjahr dorthin zurück. Ihren Namen gab sie sich in Andenken an einen lang verstorbenen Ahnen, der ihr einige Erinnerungen an sein Leben vermacht hatte und mit diesen auch ihren Charakter prägen sollte.

Ihr Vater Orin gilt ihrem Stamme als Seher und Wissenshüter, ihre Mutter Cary als Geisterkundige. Beide sind 49 Jahre alt und begeben sich auch mit anderen Ljosalfar ihres Hauses auf die Jagd. Väterlicherseits kennt Eru in dessen Geschwistern und deren Kindern weitere Verwandtschaft, mit der sie seit einem Zerwürfnis mit ihrem Vater wenig Kontakt hält, mütterlicherseits kennt sie einzig deren Vater Llyr, der im hohen Alter von 84 Jahren Ringhüter an Gwynns Ring ist, wo er den Felsen die Jahreszeiten abliest und sich bereits an vielen Abenden mit Eru auseinandersetzte. Zudem streifen ihr noch drei jüngere Geschwister namenlos und im Schlafe durch die Wildnis, von denen nur eines in diesem oder kommenden Jahren erwartet wird.

Gwynn ist dafür bekannt zu Lebzeiten weise und gerecht in gleißend' Licht erstrahlend ihren Segen über die Sterblichen gesprochen zu haben.


Profession

Wie die meisten ihres Stammes wird auch Eru zu den Jägern gezählt. Vor allem zum Sommer machen diese von Bogen und Speeren Gebrauch, um Kleinwild und Huftiere zu erlegen, während im Winter große und beständigere Lanzen mit scharfen Steinklingen geführt werden, die bereits bei leichter Berührung zwar keinen Schmerz, doch starke Blutungen verursachen und selbst die dicke Haut gewaltigen Großwildes zu durchdringen vermögen.

Fern der Jagd beschäftigen sie die Bande ihrer Stammesgemeinschaft. Im gemeinsamen Disput weiß sie zu allen wichtigen Fragen von ihrer Ansicht zu berichten und ist oftmals erfolgreich damit, diese auch durchzusetzen, wobei sie schließlich oft selbst für die Ausführung verantwortlich ist. Auch strebt sie an, zur nächsten Geisterhochzeit mit Gwynn vermählt die Stammesherrschaft zu ergreifen.

Kultisch ist Eru an den Gesängen zu den Jahresfesten beteiligt und hielt bereits einmal die Totenwacht. Auch weiß sie wie alle Jäger um Gebete und Anrufungen an die Allmutter, die Wald- und Tiergeister, und bietet Opfergaben dar, erfüllt damit jedoch im Stamm keine herausragend religiöse Rolle.


Erscheinung und Ausrüstung

Kräftiger als die meisten Abkömmlinge Gwynns wuchs Eru auf 176 cm heran. In dunkelbraunen, kräftigen Strähnen fällt ihr Haar einer wilden Mähne gleich bis an den Unterleib herab. Blasses grün färbt ihre Haut und heller gar stechen schimmernden Smaragden gleich ihre Augen aus dem kantig-stoischen Gesicht hervor. Unerschütterlich durchdringt ihr Blick die Winde und Weiten und trifft selbst über große Distanzen tief. Manches Mal berichtet er so vom kühnen Hunger eines Raubtieres, das in ihrer Seele wohnt, selten von altem Schmerz, der einer Bürde gleich ihr Herz versteinern lässt, stets jedoch von einem aufmerksamen Geiste, der nie ermüdet von allem Wirken, sondern immerzu wach bezeugt und begreift und sie zu all ihren Taten treibt.

Ihr wichtigstes Gut ist das Fell eines jungen Bären, das ihr mit knöchernen Fibeln als Mantel, Umhang und Schlafdecke gereicht. Auch trägt sie Wunden, die ihr der Bär einst zufügte, noch immer an sich. Während von den meisten kaum Narben an ihrem Leib verblieben, war ihr linker Unterarm einst nicht zu gebrauchen, sodass sie auch über Jahre an keiner Jagd teilnehmen konnte. Inzwischen hat sie die Herrschaft über ihren Körper wiedererlangt, hält den Unterarm jedoch noch immer eingesalbt unter eng geschlungenem Lederriemen, auf dass er endgültig vernarbe und eines Tages ohne Schmerz wieder frei liege. Beim Bogenschießen schützt das Leder überdies vor möglichen Verletzungen durch die zurückschnellende Sehne, sodass vielen Völkern solch Armschutz gemein ist und der Riemen ihre Wunde verdeckt.

Auffällig zeigen sich im Gesicht symmetrische spiralförmige Tätowierungen unter ihren Augen bis an die Wangen heran und am Kinn, sowie solche mit zackigem, einander überschneidenden Wurzeln nachempfundenem Muster über ihrer linken Schulter, auf der rechten Seite ihres Unterleibes und über den linken Oberschenkel wuchernd. Weitläufig von Schamanen aufgetragen sollten sie ihre Genesung fördern und den Einfluss bösartiger Geister fernhalten, thematisieren aber auch den als heilkundig geltenden Schlangenkult und damit die Ewigkeit, wie auch die Wurzeln der Welt.

Seit der letzten Sommersonnenwende trägt Eru einen Kranz über ihrem Haupte, der als Zeichen ihrer zur kommenden Sommersonnenwende bevorstehenden Eheschließung mit Gwynns Geist gilt und ihren künftigen Anspruch auf die Stammesherrschaft untermauert.

Zu ihren üblichen Gebrauchsgütern gehören zudem ein gewobenes langes Hemd, ein Lederschurz mit Ziermustern, eine Gürteltasche mit einer Feuerdose, ein Trinkbeutel, ein steinernes Messer und je nach Jahreszeit oder Beute Bogen, leichte Speere oder eine schwere Lanze. Zur Zier trägt sie manchmal Knochenstücke oder Schädel von Kleintieren an ihrer Kleidung oder als Halskette.


Physische Eigenschaften

Als Ljosalfar ist Eru Kraft ihres genetischen Gedächtnisses mit den meisten Betätigungen ihres Stammes vertraut. So weiß sie um die Ogamschrift, die Jagd, nahrhafte Pflanzen, die Fischerei, die Herstellung von Jagdwaffen, Beuteverwertung, Ledergerbung, das Korbflechten, Nähen, Spinnen und das Weben und beherrscht all dies, obgleich sie einige dieser Tätigkeiten, wie etwa die Herstellung von Jagdwaffen, noch nie selbst ausgeführt hat.

Mit den Tätowierungen der Geisterbemalung versehen heißt man sie geschützt vor schädlichen Einflüssen astraler Wesen. Als ein wenig kräuterkundig gilt sie, was die Pflanzen ihrer Heimwälder angeht, und weiß auch um aus Rinde gewonnene weiße oder braune Jagdbemalung, mit der sie sich vor ihrer Beute besser zu tarnen vermag. Doch das magischste an ihr sollt der Geist eines Bären sein, der seit seinem Ableben ihre Seel' bewohnt und einem Fluch gleich nicht von ihr lässt. Manchmal spürt sie ihn nach außen drängen, um die Kontrolle über ihren Leib zu übernehmen, hat dies jedoch stets unterbinden können. Ihre Tierkappe, der Pelz des Bären, so erzählten ihr die Schamanen, soll ihr erlauben von solchen als ihresgleichen geduldet zu werden, doch ist ihr der Angriff zu sehr in Erinnerung geblieben, um dies zu versuchen. Das Speisen vom Fleisch dieser Bären ist ihr zudem nun als eine Form des Kannibalismus nach alten Geboten untersagt.

Physisch war sie stets stärker als die meisten ihrer Sippengeschwister, was ihr vor allem beim Gebrauch von Bögen wie Lanzen auf der Jagd zugute kam. Die Jahre nach dem Angriff des Bären über wandte sich das Blatt und sie verblieb als Heimhüterin an einem der Häuser, wo sie kleinere Arbeiten erledigte, aber vor allem ihre Wunden heilen ließ und auch ihre Entschlossenheit wiederfand. Hier lernte sie auch von Llyr die Sprache der Norn, an die sich in Gwynns Stamm nur wenige erinnern und an deren Erlernung noch weniger interessiert sind, da es eher als Aufgabe der übrigen Völker angesehen wird, albisch zu lernen. Kräftiger noch als zuvor soll sie inzwischen sein, im Körper wie im Geiste, denn das Wesen des Bären, so sagt man ihr, teile seine Stärke mit ihr.

Den linken Arm unter den Riemen und Verbänden gebraucht sie oft noch mit Vorsicht und manchmal Schmerz, schont ihn jedoch nicht vor Anstrengung.


Charaktereigenschaften

Tief lag der Schlaf von Kindheit und Jugend über ihr und umso strahlender ist Eru hieraus erwacht, ergriffen vom Verlangen sich der Welt, derer sie sich erinnerte, nicht nur zu fügen, sondern ihr den eigenen Puls aufzuzwingen. Voll Aufmerksamkeit begegnet sie so der Welt, ist nie ermüdet von deren Wirken und bezeugt und begreift in jeder wachen Stunde, was um sie herum geschieht, um hierüber zu urteilen. Sie vertraut auf die Gültigkeit ihrer Entscheidungen, doch allem voran auf ihr Vermögen, solche zu treffen, die ihren Werten entsprechen, ihren Zielen dienen und zu deren Umsetzung sie befähigt ist.

Auf der Suche nach Erfüllung ihrer Ziele erwartet sie auch selbst in der Lage zu sein diese zu erreichen. Fordernd drängt sie mit dieser Einstellung Selbstzweifel fort, ermutigt andere, die sie unterstützen sollen, und ist auch zur Konfrontation bereit. Doch ist ihre Beharrlichkeit nie den Zielen selbst, sondern ihrem Wunsch geschuldet, die eigenen Wertevorstellungen, derer sie sich so sicher ist, in das Weltenbild einzuweben.
Zweifel überkamen sie oft, ob es an ihr sei darüber zu urteilen, wie es um sie herum beschaffen sein soll, doch hat sie sich mit allen aus ihrem Stamme und auch manchem Gast darüber ausgetauscht und befand schließlich, dass die meisten um sie herum kaum so sehr über Werte sinnen. Am rechten Ort, zur rechten Zeit ist sie noch immer bereit neues dazuzulernen, wünscht sich gar Belehrung, doch gilt ihr Fokus inzwischen nicht länger der Erbauung des Wertekonstruktes, sondern dessen Fähigkeit sich in der Welt zu behaupten und sein Mal darauf zu hinterlassen. Beizeiten unterbindet sie auch Diskussionen über die Rechtmäßigkeit, wenn sie sich der Argumente und ihrer Sache sicher ist, sowie den Disput als hierfür schädlich empfindet. Anmaßend vermag sie ihre eigene Rolle zu erheben und erwartet, sich darin vor anderen behaupten zu können. So zeigt sie Stärke und schüchtert schonungslos solche ein, die dem nicht gewachsen sind. Und in all diesem Streben lebt in ihr so der Ahn weiter, dessen Namen sie sich gab.

Ehrfürchtig begeistert sie sich für die Historie ihres Volkes und ist ob dessen Ahnenlinien, seiner Errungenschaften und Entscheidungen von Stolz erfüllt. Gram und Enttäuschung hat sie hingegen für viele Alben ihres Stammes übrig, in dem die überlieferten Werte und Strukturen an Bedeutung verlieren und manchmal selbst das Wort ihres Erlahnen zu verblassen droht. Viel Leid ging dieser Entwicklung voraus, doch mit Strenge will sie dem Verzagen entgegentreten, denn die Order von Eru wird ihren Stamm befreien.

Als unverzeihlich empfindet Eru das Verhalten ihres Vaters, der sie beim Angriff des Bären zum Sterben zurückließ und auf sein eigen Wohlergehen bedacht floh. Dass er sie für bereits tot hielt und mit anderen Jägern schließlich dazukam, um ihren Leib einer Bestattung zuzuführen, war seine Erwiderung. Furcht mag es nicht gewesen sein, da ihr Volk solche kaum kennt, doch dass er seinem Leben mehr Wert zumaß als dem ihren, verbleibt ihr Vorwurf und dem Rundhaus, in dem ihre Eltern leben, bleibt sie seither fern.

Des Bären Fratze schloss Eru lang tief in sich ein, fürchtete sich vor seinem Drängen und seinem Wesen, lernte inzwischen jedoch seine Anwesenheit zu dulden und ließ seine Seele oft bereits durch ihre Augen hinausblicken in die Welt. Turi hat sie ihn getauft und verdankt auch ihm ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, mit welchen sie ihn bereits so lange im Zaum hält, verdankt auch ihm, dass sie in so manchem Disput ihr Gegenüber einzuschüchtern vermocht, so auch ihre starke Position innerhalb ihres Stammes und womöglich gar, dass Gwynn ihr zur kommenden Geisterhochzeit ihre Hand versprach.

Gwynn aber gilt ihre Zuneigung und Trost findet sie, wenn sie sich vor dem Schlafe nach ihr sehnt. Vage kamen ihr einst die ersten Erinnerungen an den Geist, doch war sie stets ergriffen, lange schon bevor sie Gwynn überhaupt traf. Furchtsam wandte sie im Stamme aufgenommen über Jahre ihren Blick fort von ihr, fürchtete Abweisung und hielt ihre Bewunderung geheim, die ihr jedoch nie erlosch. In den letzten Jahren erst, als ihre Wunden schon verheilten, began sie Zwiesprachen zu halten mit dem Geiste, nebensächliche zunächst, und überwand so ihre Furcht. Nun, da sie mehr Erinnerungen an Gwynn in sich trägt, ist ihre Bewunderung entflammt und durchdringt ihre Träume.


Stärken und Schwächen

Vielbegabt erwachen die Ljosalfar ihrer Kindheit und vermögen bald darauf alle Handwerke und Künste ihres Volkes auszuüben, als hätten sie sich selbst die Jahrhunderte damit befasst. Doch umfasste ihre Prägung auch den Charakter ihres Ahnen Eru, der ihr eine starke Persönlichkeit vermachte und schließlich zu ihrem hohen Rang im Stamme beitrug.
Des Bären Kampf jedoch nahm sie mit in ihren Geiste, denn ist er dort alles andere als zahm und fordert sie seiner gewahr zu sein, selbst wenn sie sich seiner Stärke zu bedienen glaubt. Ein jeder Impuls, dem sie unachtsam nachgibt, kann ihn wecken und sie zu Taten treiben, auf die sie später mit Reue zurückblicken wird. Oft hat sie sich bereits ob seiner zurückgezogen und fürchtet nun, da sie ungezwungener ist und ihn in mancher Hinsicht gewähren lässt, dass er herausbricht und ihr Handeln vereinnahmt. Doch auch die Kampfeswunde am Arm fordert von ihr noch manch schmerzvolle Überwindung.
Gram empfindet sie gegenüber vielen Alben ihres Stammes, allem voran ihrem Vater, der ihr zum Sinnbild für vieles schlechte ward und litt lange darunter, da sie sich hierüber kaum mitzuteilen wusste. Ein Ausbruch ihres Zornes hätte vieles für sie erschwert, und so ertrug sie ihren Kummer schweigend und verbarg ihn selbst vor Llyr. Erst mit Gwynn vermochte sie darüber zu sprechen und fand in ihr jemanden, vor der sie ihre Maske ablegen durfte. Den übrigen gegenüber jedoch verstellt sie sich weiterhin und ist hierüber oft verbittert.


Lebenslauf

So jung verstarb Gwynn in ihrem Leben, dass ihr einziges Kind bereits als Fügung galt, die ihren Stamm begründen sollt'. Stets hieß man den Erlgeist unter den Nachbarstämmen schwach und viel hatte Gwynns Stamm durch diesen Umstand erdulden müssen. Zuletzt kam es zu einer Fehde mit Emrys' Stamm, der hierbei zwei Rundhäuser um die Jagdgründe jenseits des Waldes für sich gewann. Hier began für einige von Gwynns Abkömmlingen, die für diese Niederlage verantwortlich gemacht wurden, das Exil.

"Wilde Tiere sollen dich fressen!"

Der letzten Fehde wie dem Banne nicht gewahr fanden die Kinder, unter denen auch Eru sich befand, zum Stamm zurück und lernten von der Not diesen um Jagdgründe beraubt zu ernähren. Hier geschah es, dass Orin mit seiner Tochter auf die Jagd auszog und alleine zurückkehrte. Die Jäger aber, die nach des jungen Bären Fährte eilten und Eru bei ihm tot erwarteten, fanden sie schwer verwundet, doch den Bären mit scharfem Schnitt an seiner Kehle leblos vor. Blut ward vergossen worden und der Gestank des Todes schlich bereits über die Lande, und so nahmen sie sich beider an und brachten sie zum Haus zurück, ehe weitere Raubtiere hinzukommen konnten. Über zwei Jahre ging Eru hierauf nicht mehr auf die Jagd und lernte sich mit ihren Wunden, des Bären Geist und ohne Vater ihren Platz im Stamme zu erstreiten. Viele Unterredungen hielt sie mit ihrem Großvater Llyr und lernte von ihm die Sprache der Nordländer, als die nächsten Kinder zum Stamm zurückfanden und zu aller Überraschung einer unter ihnen war, der sich Kind eines Exilanten hieß und diese von der Schuld um die Niederlage freisprechen konnte. Schnell versiegte der Disput, ob der Stamm die Exilanten noch versorgen könne, sodass beschlossen wurde Gwynns Blut nach fast achtzehn Jahren heimzubringen.

"Möge Gwynns Licht auf dich herabscheinen."

Lange schon trafen sie in stillen Nächten einander, sprachen über die Stammesgeschäfte, teilten Sorgen und Empfindungen und träumten von der kommenden Zeit. So geschah es, dass Eru sich entschloss fortzugehen, um die Exilanten heimzubringen und zugleich Gwynn ihre Hand darbot. Der Stamm bezeugte, als zur Geisterhochzeit verkündet ward, dass dies die letzte Erneuerung der alten Ehe sei und zur nächsten Eru mit Gwynn vermählt werde. Und in den letzten stillen Nächten, da sie den Grabhügel aufsuchte, sang Gwynn ihr alte Lieder aus dem Krieg der letzten Zeit.

᚛ᚓᚏᚒ᚜

Verfasst am 28.10.2015, 17:28
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Eru

*Marker* : Nochmal versuchen die Allbegabung rauszustreichen und weniger bei Powerchar zu landen trotz Karrierealb. o.o'

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